04. April 2005 04:50; Akt: 03.04.2005 22:49 Print

Krebserregender Feinstaub: Politiker fordern Lösungen

Nirgends in der Schweiz ist die Luft so schmutzig wie in Bern. Bereits 37-mal wurden in diesem Jahr die Grenzwerte für krebserregenden Feinstaub überschritten.

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«Die Entwicklung macht uns Sorgen», gibt Gemeinderätin Barbara Hayoz zu. «Es muss mehr getan werden.» Gemäss einem Bericht der «NZZ am Sonntag» hat Bern die schlechteste Luftqualität der Schweiz. Nirgends sonst werden die Feinstaub-Grenzwerte derart häufig überschritten. Verursacht wird der krebserregende Stoff im Strassenverkehr vor allem durch Dieselmotoren ohne Russfilter.

Der Gemeinderat will die Luft mit einer Kampagne verbessern. «Das Mobilitätsverhalten der Leute zu ändern, ist allerdings ein langfristiger Prozess», sagt Hayoz. Der Grünen Nationalrätin Franziska Teuscher reicht dies nicht: «Die Politik kann das Problem nicht mehr auf die lange Bank schieben.» Als dringlichste Massnahme müssten sämtliche Dieselbusse von Bernmobil endlich mit Partikelfiltern ausgestattet werden. Dass alle Busse sauber fahren, ist bei Bernmobil aber erst ab 2008 geplant.

So lange wollen die Jungen Alternativen (JA!) nicht warten: «Am Donnerstag reichen wir einen politischen Vorstoss dazu ein», sagt Andreas Greull von der JA! Er fordert auch, dass alle kommunalen Dieselfahrzeuge sofort einen Filter einbauen.

Raffaela Moresi