Vor einem Monat entlaufen

24. April 2019 15:07; Akt: 24.04.2019 16:00 Print

Kuh Spächtli ist eingefangen

Die Kuh Spächtli irrte fast einen Monat lang in den Worber Wäldern umher. Nun konnte sie mithilfe von Artgenossen eingefangen werden.

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Jetzt ist Spächtil nicht mehr alleine: Die Kuh kam am Mittwochabend in ihrem neuen Zuhause an. Dies Nachdem die Kuh zuerst einige Tage in Quarantäne verbringen musste. Erst danach durfte Sie die Reise ins neue Zuhause im bayrischen Eslarn antreten. Dem Ganzen ging viel Arbeit voran. Nachdem Spächtli von ihrem Stall ausgebüxt war, konnte sie nur mit Mühe wieder eingefangen werden. 16 Tage brauchten die Mitarbeiter um Spächtli im Wald einzufangen und in einen Stall zu bringen. Die Helfer der Stiftung Gut Aiderbichl wandten einen Trick an, um die Kuh einzufangen. Zwei Artgenossen wurden nahe Spächtlis Aufenthaltsort im Wald gebracht. Weil Kühe Herdentiere sind, stelle sie sich zu diesen Kühen. So konnten die Helfer die Kuh einzäunen. Insgesamt verbracht das Tier vier Wochen im Wald. 16 Tage benötigten die Retter um Spächtli einzufangen. Pinderoli: «Für die Kuh war das eine extreme Stresssituation.» Kühe seien nicht gerne alleine unterwegs. Die Kuh konnte sich im Wald sehr gut verstecken. Erkennen Sie die Kuh auf dem Foto? Den Spezialisten gelang es ein Futterstelle für das Tier aufzubauen. So wurde verhindert, dass das Tier immer weiter wandert. Die Evolèner-Kuh war in den Wäldern um Worb unterwegs. Zunächst drohte der Kuh der Tod, sollte sie gefasst werden: «Das Risiko, Spächtli wieder auf dem Hof aufzunehmen, ist zu gefährlich», sagte der Besitzer. Heinz Feldmann, Sicherheitsfachmann für Unfallverhütung in der Landwirtschaft, hoffte auf eine andere Lösung. Der Tiergnadenhof Gut Aiderbichl, mit mehreren Niederlassungen im deutschsprachigen Raum, bot schliesslich an die ausgebüxte Kuh bei sich aufzunehmen. Doch Spächtli lange verschollen. Immer wieder wurde das Tier in der Region von weitem gesichtet, verschwand dann jedoch wieder. Der Rettungsaktion sei theoretisch am meisten geholfen, wenn Spaziergänger das betroffenen Waldgebiete meiden würde, teilte die Stiftung mit. «Wir alle wollen, dass es bei Spächtli eine Happy End gibt», sagt Pascale Pineroli von der Stiftung.

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Seit rund einem Monat sorgt Spächtli für Schlagzeilen: Bei ihrem Besitzer büxte die Evolèner-Kuh aus und setzte anschliessend zu einer beispielhaften Odyssee durch die Wälder rund um Worb an. Die Stiftung Gut Aiderbichl schrieb sich fortan auf die Fahne, das Tier einzufangen, damit es seinen Lebensabend auf einem Gnadenhof verbringen kann.

Das haben die Tierschützer nun geschafft: 16 Tage nach Start der Rettungsaktion gelang es ihnen, Spächtli zu betäuben und in einen Transporter zu laden. Das war alles andere als ein Selbstläufer: «Wir brauchten zu fünft etwa zwei Stunden, bis wir sie im Anhänger hatten», sagt Mitarbeiterin Pascale Pineroli zu 20 Minuten. Denn: «Spächli ist extrem willensstark und es brauchte viel, um sie zu betäuben.»

Wundertüte Spächtli

Erst am Dienstag hatte die entlaufene Kuh mithilfe zweier Artgenossinnen angelockt und eingezäunt werden können. Eigentlich rechnete das Team damit, sie erst nach einigen Tagen zu betäuben – zu gross ist die Gefahr, dass das Präparat aufgrund der Aufregung des Tiers seine Wirkung verfehlt. «Als wir aber heute Morgen gesehen haben, wie ruhig und entspannt Spächtli bei ihrer Herde lag, haben wir beschlossen, es heute zu tun», so Pineroli.

Bereits zuvor hatte Spächtli seine Retter überrascht: Kaum waren die beiden andereren Kühe auf der Weide, gesellte sich Spächtli zu ihren Gspänli. «Auch tagsüber blieb sie bei ihnen, anstatt sich wieder in den Wald zurückzuziehen», sagte Hans Wintersteller von der Stiftung zu Tele Bärn. Rinder sind Herdentiere, deshalb haben sich die Tierschützer für die Strategie mit den beiden Artgenossen entschieden.

Inzwischen wurde Spächtli in einem Stall untergebracht, wo sie tierärztlich untersucht wird. Danach soll die Kuh endlich ihr neues Zuhause beziehen – «hoffentlich glücklich bis ans Lebensende», so Pineroli.

(sul)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mr.CH am 24.04.2019 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Story

    Mit einem guten Happy End. Danke an die Helfer!

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  • Auch ein Specht mit Flügeln am 24.04.2019 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Freude herrscht - danke, danke

    Schön, ich freue mich, dass diese mutig Tier nun belohnt wird und nicht im Schlachthof endet. Danke alle, die mitgeholfen haben. Wer möchte, kann Gut Aiderbichl unterstützen, denn es gibt noch andere Tiere, welche aus einer misslichen Lage befreit oder einfach aus anderen Gründen gepflegt werden müssen. Danke allen, die mithelfen.

  • Leser am 24.04.2019 12:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    liebe den nächsten wie du geli

    Ich ziehr neinen Hut!! genies es schöne :). Und danke an alle helfer!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Spächtli-Freundin am 25.04.2019 17:47 Report Diesen Beitrag melden

    Ich gönne es Dir!

    Ich freue mich total für Spächtli,es war ihr ganz sicher alleine im Wald auch nicht geheuer,schön das sie sich schon am ersten tag zu der organisierten Herde gesellte,dies beweist das Spächtli sich in der Herde wohl und sicher fühlt! Nun hat sie das Glück auf einen Tierschutzhof zu kommen wo sie ihr Leben geniessen darf und weder kälber haben noch Milch geben muss,sie darf einfach ein Rind sein. Liebes Spächtli ich mag es Dir von Herzen gönnen,ich wünsche Dir alles Gute!

  • Heidi Heidnisch am 25.04.2019 13:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auerochsen

    Spächtli hätte (mit ein Bisschen Hilfe) zur Stammmutter eines neuen Geschlechts wilder Büffel und Auerochsen werden können. Schliesslich kommen auch Wolf, Luchs und Bär zurück. Stattdessen muss sie, erst dreijährig, ins Altersheim.

    • Linda am 25.04.2019 13:32 Report Diesen Beitrag melden

      @Heidi Heidnisch

      Nur weil SIE von IHREN Verwandten in ein Altersheim ab serviert wurden heisst es noch lange nicht das Spächtli auch in ein Altersheim kommt! Zu Ihrer Info: Spächtli kommt auf einen Tierschutzhof und das hat nichts mit Altersheim zu tun!

    • Heidi Heidnisch am 25.04.2019 15:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Linda

      Ich bin in überhaupt keinem Altersheim. Woher nimmst Du diesen Schwachsinn? Und soll ich lieber sagen "Arbeitserziehungsanstalt"? Denn sicher wird sie auch als Milchsklavin gehalten werden, mit allem drum und dran, wie z.B. dass sie ihre Babies nie aufziehen darf. Das ist leider so in den meisten Ländern der Welt, sicher auch in einem Vorzeigehof wie diesem.

    • Linda am 25.04.2019 16:57 Report Diesen Beitrag melden

      @Heidi Heidnisch

      Es ist einfach Horror welchen Stuss Sie andauernd von sich geben!

    • Heidi Heidnisch am 25.04.2019 17:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Linda

      Woher nimmst Du die Impertinenz, darüber zu urteilen, was an den logischen und faktisch belegten Aussagen meinerseits "Horror" ist? Dass ich die Dinge beim Namen nenne?

    • Tierschützerin am 25.04.2019 17:15 Report Diesen Beitrag melden

      @Heidi Heidnisch

      Ihr ewiges Geschwafel von wegen Milchsklavin etc. Ist wirklich nicht mehr im normalen bereich,lassen Sie es doch einmal gut sein und wiederholen Sie sich nicht ständig,sonst muss ich mich echt langsam fragen ab Ihnen! Spächtli kommt an einen guten Ort wo sie keine Kälber haben muss und keine Milch geben muss,gönnen Sie es ihr einfach!

    • Diana am 25.04.2019 17:20 Report Diesen Beitrag melden

      @Heidi Heidnisch

      Interessiert eh niemand wo Sie sind,ok! Gönnen Sie einfach dem Tier das Happyend und hören Sie auf ewigs herumzustänkern und zu nörgeln!

    • Heidi Heidnisch am 25.04.2019 17:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Tierschützerin

      Wow, wem bin ich jetzt wieder auf die Zehen getreten? Klar, wenn das so ist, wie Du sagst, dann bin ich froh für Spächtli.

    • Leandra V. am 25.04.2019 17:31 Report Diesen Beitrag melden

      @Linda

      Ach loss doch,solche Menschen kann man nie ändern die leben in Ihrer Welt und sind neidisch auf alle welche Glück im Leben haben,die ist sogar neidisch auf Spächtli! Traurig!

    • Diana am 25.04.2019 17:42 Report Diesen Beitrag melden

      @Tierschützerin

      So ist es,und ich freue mich darüber das es für Spächtli ein Happy End gibt! Danke an alle Helfer für Spächtli!

    • Linda am 25.04.2019 18:50 Report Diesen Beitrag melden

      @Heidi Heidnisch

      Sie behaupten Dinge,welche im Fall von Spächtli nicht stimmen! Spächtli wird ein schönes Leben bekommen gönnen Sie es Ihr doch,statt immer ewigs das gleiche Milchsklavin geleier und immer eine Negative Einstellung zu allem! Ihre Negative Einstellung zu allem macht einfach alles kaputt! Lassen Sie es doch mal gut sein!

    • Heidi Heidnisch am 25.04.2019 19:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Linda

      Tue ich doch. Ich lasse es sein. Von Euch sind in der Zwischenzeit 5 Texte gekommen, ziemlich unfair und einem objektiven Gedankenaustausch unähnlich. Das nennt sich Mobbing. Alles Gute für Spächtli!

    • Linda am 25.04.2019 19:24 Report Diesen Beitrag melden

      @Heidi Heidnisch

      Gehts eigentlich noch? Wenn Sie sich gemobbt fühlen dann sind Sie selber Schuld,dann hören Sie endlich auf mit Ihrem Milchsklavin Geschwafel,denn genau das ist unfair denn Spächtli kommt in gute Hände,darum hören Sie auf mit Ihren ewigs negativen Äusserungen! Gönnen Sie doch Spächtli einfach ihr Glück! DANKE!

    • Donna M. am 25.04.2019 22:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Heidi Heidnisch

      Gut Adernichel ist das beste was Spächtli passieren konnte.

    • Eidgenossin am 25.04.2019 22:53 Report Diesen Beitrag melden

      @Donna M.

      Genau so ist es! Ich bin enorm dankbar und froh für dieses Happyend für Spächtli! Ich mag es ihr so gönnen!

    • Sandra am 25.04.2019 23:04 Report Diesen Beitrag melden

      @Heidi Heidnisch

      Mobbing ist etwas ganz anderes! Sie ecken einfach an mit Ihren ewigen negativen Äusserungen! Vielleicht sollten Sie Ihr Verhalten zuerst unter Kontrolle haben bevor Sie andere Leute beschuldigen Sie zu mobben! Es ist schade,das Sie so ein negativ eingestellter Mensch sind und die Schuld immer an anderen suchen. Wir freuen unds hier über Spächtlis Glück aber sie werfen immer due gleichen Negativen Äusserungen hinein es kommt immer nur negatives von Ihnen,sowas ist einfach mühsam und es nervt mit der Zeit. Wenn sie sich nicht freuen können dann ist das traurig und schade!

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  • Eidgenossin am 25.04.2019 12:58 Report Diesen Beitrag melden

    Alles Gute Spächtli

    Die Bilder von Spächtli sind alle wunderschön,man sieht das sie etwas müde ist aber total zufrieden. Spächtli ist für mich eine Heldin,eine Kämpferin für ihr Leben! Ich habe grosse Achtung und Respekt vor Ihr,ich gönne Dir alles gute dieser Erde! Ich hatte je länger es dauerte Angst das es nicht gut rauskommt,da man ja auch annehmen musste das sie immer wie magerer wird und das Leben im Wald für ein Herdetier nicht sehr gut ist,nun ist alles gut geworden ich bin überglücklich! Alles Gute wünsche ich Dir,Schätzeli!

  • Eidgenossin am 25.04.2019 12:29 Report Diesen Beitrag melden

    Liebes Spächtli

    Ich freue mich wahnsinnig für Spächtli das man sie einfangen konnte! Sie hätte im Wald nicht ewigkeiten überleben können,es ist wundeschön das nun Spächtli in guten Händen ist! Ich danke ALLEN Helfern,wo geholfen haben Spächtli schonend einzufangen,besonderen Dank an die Tierschützer welche im Wald übrnachtet haben! Ich bin überglücklich das Spächtli ein schönes zu Hause bekommt wo sie weder kalben muss um ewigs Milch zu geben,noch gefährdet ist zum Metzger zu müssen! Sie kommt auf den Tierschutzhof und darf einfach Rind sein in der Herde,Spächtli hat das alles so sehr verdient!

    • Tierschützerin am 25.04.2019 12:39 Report Diesen Beitrag melden

      @Eidgenossin

      Ich schliesse mich Ihrem Kommentar absolut an,besser hätte ich es auch nicht schreiben können!

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  • seiduselbst am 25.04.2019 07:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    tiere haben gefühle und gedanken wie du

    wer gibt dem mensch das recht tiere einzusperren?