Stadt Bern

15. September 2015 14:31; Akt: 15.09.2015 14:31 Print

Längere Öffnungszeiten in Unterer Altstadt

Die Läden in der Unteren Altstadt von Bern sollen länger geöffnet sein können. Dafür hat sich der Grosse Rat am Dienstag ausgesprochen.

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Geht es nach dem Grossen Rat, könnten die Läden in der unteren Altstadt zukünftig täglich von 6 Uhr bis 22.30 Uhr geöffnet sein. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

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Der Grosse Rat hat sich für längere Ladenöffnungszeiten in der Unteren Altstadt ausgesprochen und überwies eine entsprechende Motion des Stadtberner Freisinnigen Adrian Haas mit 74 zu 65 Stimmen bei 7 Enthaltungen.

Der Regierungsrat muss dem Parlament demnach eine Gesetzesänderung vorlegen, welche die untere Altstadt als Tourismusgebiet bezeichnet. Das erleichtere den Weg hin zu Ladenöffnungszeiten täglich von 6 Uhr bis 22.30 Uhr, warb Haas für seinen Vorstoss. Jedem Ladenbesitzer stehe es frei, ob er diese Chance nutzen wolle oder nicht.

Salami-Taktik?

Widerstand kam von der Ratslinken und von Mitte-Parteien. Sie argwöhnten, Haas bediene sich der Salami-Taktik: Erst wolle er die Läden nur in der Unteren Altstadt länger öffnen, dann in der ganzen Altstadt und später vielleicht in ganz Bern. Die Argumente gegen längere Ladenöffnungszeiten seien immer noch die gleichen. Dabei gehe es namentlich um den Schutz der Arbeitnehmer, sagten Sprecherinnen von SP und Grünen. Für die EVP gilt es, den Sonntag als Ruhetag zu verteidigen.

BDP und SVP stellten sich hinter die Motion. Längere Ladenöffnungszeiten schafften zusätzliche Arbeitsplätze, sagte etwa Erich Hess (SVP/Bern). Die Sonderregelung für die untere Altstadt sei berechtigt, nur sie sei vom Tourismus abhängig.

Unterschiedliche Öffnungszeiten in oberer und unterer Altstadt

Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher (SP) sprach sich vergeblich gegen den Vorstoss aus. Der Kanton habe schon heute vergleichsweise liberale Vorgaben zu den Ladenöffnungszeiten. Diese würden nicht einmal ausgenützt. Deshalb sei nicht einzusehen, warum sie noch ausgedehnt werden sollten.

Ausserdem würden unterschiedliche Öffnungszeiten in der oberen und unteren Altstadt zu einem Ungleichgewicht zwischen gleichartigen Geschäften führen, mahnte Rickenbacher. Rechtsstreitigkeiten seien zu befürchten.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Super Mario am 15.09.2015 18:13 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht länger, aber unterschiedlicher

    ich bin zwar nicht für längere Öffnungszeiten, jedoch für flexiblere. Abendverkauf am Donnerstag ist nicht schlecht. Gilt aber nicht für Banken und so. Genau bei Banken und Ämtern wäre gut, wenn diese eimal in der Woche nicht von 9-12 und 14-17 Uhr offen haben, sondern vielleicht von 18-21 Uhr. So könnte man endlich ein Bankgeschäft erledigen oder ein Amt aufsuchen, ohne gleich Ferien zu nehmen. Bei Einkaufsläden sind Rand-Öffnungszeiten übrigens auch bei den Mitarbeitenden beliebt, da diese oft gleichzeitig Studierende sind und von 9-16 Uhr gar nicht arbeiten könnten, da sie im Hörsaal sind.

  • buabali am 15.09.2015 16:38 Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Arbeitsplätze

    Es gibt NICHT mehr Arbeitsplätze, sondern man macht es mit dem gleichen Personal in Schichtarbeit.

  • Fabian Schor am 15.09.2015 14:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    In den Ferien

    Alle die nun sagen das ist nicht gut!! Bitte in den Ferien Länder Zp Italien ist das in Touristischen orten normal es ist ja nicht ein müssen.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Romanrussia am 16.09.2015 14:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Typisch

    Ja wäre toll. Nerve mich jeden Aben und Sonttag dass alles zu ist. Typisch schweizer, wollen sie den auch in der Nacht odr am Sonntag arbeiten? warum werden solche fragen gestellt? Nein ich will nicht sber ich will dass offen ist. Solche die Arbeiten wollen gibts genug andere! Oh duper! Viele neue Flüchtlinge. Hoffe die sind arbeitswillig

  • The Observer am 16.09.2015 08:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zweierlei Sicht

    Wenn der Ladeninhaber dann nicht das Personal ausbeutet und länger arbeiten lässt, um die 16 Stunden in zwei Schichten zu decken, gibt das in der Tat mehr Arbeitsplätze und eine lebendigere Altstadt. Dies sollte aber auch in der oberen Altstadt eingeführt werden, da diese den Trennbereich zwischen unterer Altstadt und Bahnhof darstellt. Nichts schreckt Touristen mehr ab, als eine geschlossene obere Altstadt. Es würde suggerieren, dass dann in der unteren Altstadt auch nichts mehr los ist!

  • Alexa am 15.09.2015 22:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jedem das seine..

    Es gibt tatsächlich genügend Menschen die gerne am Sonntag und/oder am Abend arbeiten. Grund ist oft der finanzielle Zustupf durch Zuschläge oder weil die Kinderbetreuung besser organisiert werden kann. Ich arbeite selber im einem Betrieb der von 6-22 geöffnet hat und erlebe alles selber.Ausserdem kann man nicht Schichtarbeiten mit gleichem Personalbestand,also gibts neue Arbeitsplätze..

  • Remo am 15.09.2015 20:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    War doch klar

    Die Linken in der Untern Altstadt wollen doch bequem länger einkaufen können, sind aber prinzipiell gegen längere Öffnungszeiten auf dem Land. Wie auch in der SP Hochburg Länggasse wo Lebensmittelläden auch am Sonntag offen haben.

  • Super Mario am 15.09.2015 18:13 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht länger, aber unterschiedlicher

    ich bin zwar nicht für längere Öffnungszeiten, jedoch für flexiblere. Abendverkauf am Donnerstag ist nicht schlecht. Gilt aber nicht für Banken und so. Genau bei Banken und Ämtern wäre gut, wenn diese eimal in der Woche nicht von 9-12 und 14-17 Uhr offen haben, sondern vielleicht von 18-21 Uhr. So könnte man endlich ein Bankgeschäft erledigen oder ein Amt aufsuchen, ohne gleich Ferien zu nehmen. Bei Einkaufsläden sind Rand-Öffnungszeiten übrigens auch bei den Mitarbeitenden beliebt, da diese oft gleichzeitig Studierende sind und von 9-16 Uhr gar nicht arbeiten könnten, da sie im Hörsaal sind.