25. April 2005 04:57; Akt: 24.04.2005 20:59 Print

Landung missglückt: Fallschirmspringer tot

Bei seinem 278. Fallschirm-Sprung stürzte ein 34-Jähriger im Kandertal in den Tod. Der Springer, der direkt hinter ihm flog, sagt: «Alles verlief völlig normal – bis zur Landung.»

Fehler gesehen?

«Das ist tragisch», sagt der Fallschirmkollege. «Leben und Tod sind so nahe beieinander.» Samstag, kurz vor Mittag: Im Kandertal herrschten ideale Bedingungen für die rund fünfzehn Fallschirmspringer, die auf dem Flughafen Reichenbach ins Flugzeug stiegen. «Die Stimmung war gut – Fallschirmspringen ist schliesslich unsere Passion», sagt der Augenzeuge. In etwa 3000 Metern Höhe seien sie abgesprungen – als Zehnter der 34-jährige Zürcher. «Ich sprang nur fünf Sekunden nach ihm», erzählt der Fallschirmkollege. «Alles schien tipptopp.»

Doch kurz vor der Landung muss dem Zürcher Hobbyspringer ein tödlicher Fehler passiert sein. «Er hat vermutlich Höhe und Geschwindigkeit falsch eingeschätzt», sagt René Glücki vom Fallschirm-Sportverband: «Durch die zu hohe Sinkgeschwindigkeit im Landeanflug schlug der Mann sehr schwer auf dem Boden auf.»

Zehn Sekunden später landete auch der Fallschirmkollege: «Da waren schon Leute bei ihm, die ihn betreuten», sagt er. Doch für den Zürcher kam jede Hilfe zu spät: Er starb auf der Unfallstelle.

Andrea Abbühl