Militär

16. Juli 2018 09:58; Akt: 16.07.2018 18:12 Print

Unfallfahrer stand kurz vor Abschluss seiner RS-Zeit

In Linden BE hat sich am Montagmorgen ein schwerer Unfall mit einem Lastwagen der Armee ereignet. Dabei wurden zwei Personen schwer verletzt.

Bildstrecke im Grossformat »

Der Unfall mit zwei Schwerverletzten ereignete sich im bernischen Linden.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Militär-Lastwagen kam aus noch ungeklärten Gründen von der Fahrbahn ab und überschlug sich. Ein Armeeangehöriger erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma und wurde mit einem Helikopter ins Spital geflogen. Ein ebenfalls schwerverletzter Insasse wurde mit Verdacht auf Rückenverletzungen hospitalisiert.


Ein Militärfahrzeug ist in Linden BE von der Strasse abgekommen. (Video: SDA)

An Bord befanden sich laut Armeesprecher Daniel Reist 19 Personen. Der Zug mit 2 Unteroffizieren und 17 Rekruten war um 7.30 Uhr von der Kaserne im Jassbach losgefahren, um in Thun eine Schiessausbildung zu absolvieren, wie es in einer Mitteilung des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) heisst. Nebst den zwei Schwerverletzten wurden beim Unfall vier weitere Armeeangehörige mittelschwer und 13 leicht verletzt.

Die Armeeangehörigen sind in der Kaserne Jassbach stationiert, wo sie am 25. Juni die Rekrutenschule als Funkaufklärer begonnen haben. Am Steuer des Unfallfahrzeuges sass ein ausgebildeter Fahrer, der kurz vor Abschluss seiner RS-Zeit stehe, wie VBS-Sprecher Daniel Reist auf Anfrage präzisierte.

Strasse bis Mittag gesperrt

An der Unfallstelle befinden sich neben der Kantons- und Militärpolizei auch Krankenwagen und Helikopter der Rega.

Hier kommt die Rega den Soldaten zu Hilfe.

Laut einem Leser-Reporter verläuft die Strasse beim Unglücksort gerade und beinhaltet keine scharfen Kurven. Anwohner berichten gegenüber 20 Minuten, dass es bei der Kurve am Ende der Geraden in der Vergangenheit aber bereits öfters zu Unfällen gekommen sei. Viele Autofahrer würden die Strecke unterschätzen.

Die Ursache des Verkehrsunfalls ist noch offen. Der militärische Untersuchungsrichter habe seine Arbeit aufgenommen, wie aus der Medienmitteilung weiter hervorgeht. Die Truppe vor Ort werde betreut. Die Strasse sei voraussichtlich bis um die Mittagszeit gesperrt. Der Verkehr werde umgeleitet.

Immer wieder Unfälle mit Armeefahrzeugen

Zu Unfällen mit Militärfahrzeugen kommt es immer wieder. Nicht alle gehen glimpflich aus. Im Juli 2017 wurden zwei Armeeangehörige verletzt, als in einem Kreisel bei Knonau ZH zwei Radschützenpanzer Piranha ineinanderprallten.

Im April des gleichen Jahres kippte ein Militär-Geländewagen des Typs Puch auf der Umfahrungsstrasse im Schwyzer Ortsteil Seewen um. Vier Soldaten wurden zur Kontrolle ins Spital gebracht.

Im November 2016 überschlug sich bei einer Verzweigung am Ortsrand von Schwyz ein Armee-Duro und blieb auf dem Dach liegen. Die zehn Insassen wurden leicht bis mittelschwer verletzt.


(20 Minuten)