Betrug im Internet

26. Oktober 2018 17:41; Akt: 28.10.2018 14:24 Print

Liebesbetrüger ergaunern 1,5 Millionen Franken

Die Kantonspolizei Bern warnt vor sogenannten Love oder Romance Scams im Internet: Betrüger gaukeln Personen die grosse Liebe vor. Die Schadenssumme ist hoch.

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Kapo Bern warnt vor Betrügern im Internet. (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)

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Die wahre Liebe im Internet zu suchen ist heutzutage normal geworden. In Flirtportalen haben Singles die Chance, einen Partner zu finden. Solche Portale locken aber immer mehr Kriminelle an. Bereits nach kurzer Zeit gaukeln diese dem potenziellen Opfer vor, in ihm oder ihr die grosse Liebe gefunden zu haben. In vielen Fällen geben sich die Betrüger als Ingenieure oder Soldaten eines anderen Landes aus. Dazu präsentieren sie sich mit gestohlenen Bildern als attraktive Singles.

Durch die ständigen Liebesbeteuerungen bringen sie mit glaubhaften Geschichten ihre Opfer dazu, ihnen Geld zukommen zu lassen. Angeblich zur Begleichung von Arztrechnungen, zur Deckung von Reisekosten oder zur Überbrückung finanzieller Nöte. Von Januar bis Oktober 2018 wurden der Kantonspolizei Bern über 50 solcher Fälle gemeldet. Die Schadenssumme beläuft sich auf 1,5 Millionen Franken.

Verhaltenstipps der Polizei

Aus diesem Grund möchte die Kantonspolizei Bern die Bevölkerung weiterhin sensibilisieren. Man solle misstrauisch sein, wenn jemand sehr schnell von der «grossen Liebe» spreche. Im Internet soll man auch stets misstrauisch sein, wenn jemand um Geld anfragt, und nie Geld an eine unbekannte Person senden. Bekannte, die ebenfalls in Singlebörsen aktiv sind, sollen bestenfalls auf die Gefahren solcher Love oder Romance Scams hingewiesen werden.

Hilfreich sei auch eine Websuche bei Google. Dabei müsse man den Namen der Internetbekanntschaft mit dem Zusatz «Scammer» eingeben. Oftmals werde dann ein gewisser Verdacht bestätigt.

(bho)