Bern

01. Juli 2010 21:03; Akt: 01.07.2010 20:05 Print

Lohndumping: Unia listet Geschäfte auf

Die Unia geht neue Wege im Kampf gegen Lohndumping im Berner Detailhandel: Erstmals hat sie gestern eine Lohndumping-Karte veröffentlicht.

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Diese stellt mehrere Schuh- und Kleiderläden sowie Tankstellenshops an den Pranger. Dazu gehören Vögele Shoes, Blackout, Tally Weijl, die Reno Schuh AG, Restoshop und New Yorker. Dort ver­dienen Angestellte teilweise nicht die kantonalen Referenzlöhne, das haben Stichproben der Gewerkschaft unter den 40 000 Beschäftigten gezeigt.

Gemäss Forderung der kantonalen Arbeitsmarktkommission sollten Detailhandels­angestellte mindestens 3150 Franken verdienen. Rechtlich verbindlich ist dies aber nicht. «Weil diese Löhne nicht existenzsichernd sind, fordern wir verbindliche Mindestlöhne», sagt Natalie Imboden von der Unia. Der Regierungsrat müsse nun endlich handeln und solche erlassen.

(sah/20 Minuten)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wassermann-Zeitalter am 01.07.2010 21:38 Report Diesen Beitrag melden

    Weiter so...

    Endlich, endlich - mich bedrücken diese LÖhne - ich finds peinlich, dass es noch immer Menschen gibt, die unter 4000 arbeiten müssen! Es ist eine Frechheit - aber seit den 70er Jahren redet man über Lohnschere und zugelich fahren wir weiter - hoffentlich gehts bei den Abzocker nicht auch 40 Jahre, bis eine Aenderung kommt!

  • ich am 04.07.2010 01:41 Report Diesen Beitrag melden

    An TEILZEITANGESTELLTE denken.

    .... ich hoffe sehr, dass sich was zugunsten von Teilzeit- und Arbeit auf Abruf tut! Immer mehr weichen Arbeitgeber auf Anstellungen aus, die eigentliceh keine sind. Von einem meiner Arbeitgeber wurde gerade eine Weisung herausgegeben, dass Teilzeitarbeitende (inkl. Arbeit auf Abruf) nur noch exlusiv für ihn arbeiten dürfen- auch, wenn der Endlohn unter dem Existenzminimum zu liegen kommt:

  • Ahu am 02.07.2010 14:37 Report Diesen Beitrag melden

    Lohnscherenabhänige Steuer

    Vielleicht sollte für die Berechnung der Unternehmenssteuern ein neuer Ansatz gewählt werden. Wieso macht man die Besteuerung nicht abhängig von der Lohnschere, je kleiner die Lohnschere desto weniger Steuern müsste ein Unternehmen bezahlen. Das würde vielleicht die Lohnexzesse gegen oben, wie auch gegen unten eindämmen und die Unternehmen könnten trotzdem noch hohe Löhne bezahlen, aber die wären dann eben für alle höher und somit fairer verteilt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • ich am 04.07.2010 01:41 Report Diesen Beitrag melden

    An TEILZEITANGESTELLTE denken.

    .... ich hoffe sehr, dass sich was zugunsten von Teilzeit- und Arbeit auf Abruf tut! Immer mehr weichen Arbeitgeber auf Anstellungen aus, die eigentliceh keine sind. Von einem meiner Arbeitgeber wurde gerade eine Weisung herausgegeben, dass Teilzeitarbeitende (inkl. Arbeit auf Abruf) nur noch exlusiv für ihn arbeiten dürfen- auch, wenn der Endlohn unter dem Existenzminimum zu liegen kommt:

  • horst menzel am 02.07.2010 20:38 Report Diesen Beitrag melden

    löhne der unia sekretärien/er

    sie sollten auch einmal salär offenlegen das sie auf kosten der mitglieder beziehen.

  • Ahu am 02.07.2010 14:37 Report Diesen Beitrag melden

    Lohnscherenabhänige Steuer

    Vielleicht sollte für die Berechnung der Unternehmenssteuern ein neuer Ansatz gewählt werden. Wieso macht man die Besteuerung nicht abhängig von der Lohnschere, je kleiner die Lohnschere desto weniger Steuern müsste ein Unternehmen bezahlen. Das würde vielleicht die Lohnexzesse gegen oben, wie auch gegen unten eindämmen und die Unternehmen könnten trotzdem noch hohe Löhne bezahlen, aber die wären dann eben für alle höher und somit fairer verteilt.

  • Single René am 02.07.2010 13:51 Report Diesen Beitrag melden

    Lohndumping

    Ich hoffe das die Unia diesen Weg weitergeht und all diese Firmen, die ihr Personal so lausig bezahlen an den Pranger stellen Noch besser währe es das Personal würde sich endlich organisieren und um ihren Lohn kämpfen.

  • arbeitgeber am 02.07.2010 13:31 Report Diesen Beitrag melden

    lohn

    was meinen sie wohl, warum mitarbeitende entlassen werden müssen? aus jux? ich musste selbst 10 MA's kündigen; ich hatte die wahl: entweder personal reduzieren oder konkurs anmelden. was ist ihnen lieber? nur 10 entlassene oder 50 entlassene personen?

    • Daniel am 02.07.2010 19:12 Report Diesen Beitrag melden

      Aus welchen Gründen denn?

      Es kann verschiedene Gründe für Entlassungen und Firmenkonkurse geben. Manchmal ist es einfach Pech, in vielen Fällen aber die Unfähigkeit des Firmenchefs. Was hat dies aber mit dem obigen Beitrag zu Dumpinglöhnen im Detailhandel zu tun? Oder leben Sie von CHF 3'150.-- im Monat

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