Wegen Tierquälerei verurteilt

12. September 2019 18:16; Akt: 12.09.2019 18:16 Print

Mann schlug auf Kopf seines Hundes ein

Das Regionalgericht Oberland hat einen 40-jährigen Schweizer wegen Tierquälerei verurteilt. Er hat mehrmals auf seinen Hund eingeschlagen.

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Der 40-jährige Hundehalter aus der Region Thun wurde am Dienstag wegen Tierquälerei verurteilt. Der Mann war letztes Jahr dabei beobachtet worden, wie er seinen Hund mehrmals auf den Kopf schlug und ihm dabei starke Schmerzen zufügte. Der Mann wurde wegen Tierquälerei zu einer Geldstrafe von 25 Tagessätze zu je 20 Franken sowie 100 Franken Busse verurteilt und muss zudem die Verfahrenskosten von 1770 Franken bezahlen, berichtet der «Berner Oberländer».

Der Beschuldigte der ohne Anwalt, dafür mit seinen zwei Hunden im Gericht erschien, bestritt jeglichen Tatbestand. «Das habe ich nicht getan», beteuerte er. Dem widersprachen die Zeugen: Sie zufällig beobachtet, wie der Mann in seiner Wohnung auf den Kopf seines Hundes einschlug.

Tatbestand erfüllt

Dabei habe der 40-Jährige den Kopf des Hundes mit der einen Hand festgehalten und mit der anderen zugeschlagen. Der Beschuldigte hingegen vermutete einen Racheakt hinter der Aussage der Zeugen.

Die Richterin jedoch wertete die Aussagen der Zeugen als glaubwürdig. Obwohl sich der Verurteilte während des Prozesses kooperativ verhalten habe, sah sie den Tatbestand der Tierquälerei als erfüllt. An ein Komplott glaube sie nicht. Das Urteil, das am Dienstag gefällt wurde, ist noch nicht rechtskräftig und kann innert 10 Tagen von den Parteien angefochten werden.

(rc)