App der Uni Freiburg

25. Januar 2015 21:37; Akt: 25.01.2015 22:51 Print

Mathe-App soll Banausen für Zahlen begeistern

von Albina Muhtari - Mit der neuen iPad-App Mathema sollen auch Muffel spielerisch Mathematik verstehen und Freude daran bekommen. Entwickelt haben sie Forscher der Uni Freiburg.

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Gute Nachrichten für Generationen von Mathe-Muffeln: Forscher der Universitäten Freiburg und Genf haben eine App entwickelt, die Mathematik auf unterhaltsame Weise erklären soll. Mathema funktioniert mittels Bildern, Texten, Videos und interaktiven Spielen und soll Jugendlichen, Lehrern und anderen Interessierten ein völlig neues Bild der Mathematik vermitteln.

«Für uns Forscher ist die Mathematik mit Spass verbunden und mit der App wollen wir dies auch einem grösseren Publikum zeigen», sagt Hugo Parlier vom Departement für Mathematik an der Universität Freiburg. Zwar sei es jedem freigestellt, Mathematik nicht zu mögen – «doch wenn man gar nicht weiss, was Mathematik überhaupt beinhaltet, wird es schwierig, das zu begründen», so der Forscher.

«Es ist unmöglich, schlecht in Mathematik zu sein»

Wer jetzt an Horrorszenarien aus der Schulzeit denkt und Wurzelziehen mit Zahnschmerzen verbindet, sei beruhigt. Denn laut Parlier steckt in jedem von uns ein Mathematiker. «Die Mathematik ist ein so breites Feld, dass es gar nicht möglich ist, schlecht darin zu sein. Wenn die Leute sagen, ‹ich bin schlecht in Mathe›, meinen sie damit eigentlich ‹ich bin schlecht in Schul-Mathe›. Die meisten Leute sind deshalb viel besser als sie glauben.»

So würde in den Schulen meist nur Mathematik unterrichtet, die bis ins 18. oder 19. Jahrhundert reiche. «Diese alte Mathematik ist noch immer richtig und nützlich. Doch die moderne Mathematik ist viel mehr als das. Durch sie kann man die Welt oder das Internet besser verstehen.»

Eine leise Kritik am Mathematik-Unterricht der Schulen? «Nein», meint Parlier. Die Lehrer leisteten fantastische Arbeit, denn es sei schwierig, das Fach zu unterrichten. «Mathematik ist ein konstruktives Fach. Die Schüler müssen einen Schritt lernen, um mit dem nächsten beginnen zu können. Entstehen Lücken, ist das für Schüler und Lehrer mühsam.»

Stütze für den Mathematik-Unterricht

Das Ziel der App sei es deshalb nicht, den Mathematikunterricht an den Schulen zu revolutionieren, sondern eine Stütze zu bieten. «Wenn wir den Schulunterricht mit unserer App unterstützen können, ist das hervorragend», sagt Hugo Parlier. Funktionieren soll das anhand von interaktiven Spielen: «Um etwas zu lernen, muss man aktiv werden. Mathema ist deshalb eine interaktive Buch-App aus Text und Aktivitäten. Jedes Bild ist animiert und eine Stimme erklärt die mathematischen Vorgänge. Spiele vermitteln die mathematischen Vorgänge zusätzlich.»

Die vorerst englische Version von «Mathema» ist im App-Store verfügbar und kostet 10 Franken. Realisiert wurde die App von Hugo Parlier und Paul Turner in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Nationalfonds Agora und und dem Verlag Tombooks.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • LR am 25.01.2015 22:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was

    Also ich bin wirklich nicht schlecht in mathe aber bei diesem video habe ich jetzt gar nichts kappiert!!!

  • Nicht-Mathematikerin am 25.01.2015 21:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mathphobie vs App

    Die Idee gefällt mir! Könnte sein, dass ich mir das Mal anschaue. Danke, Uni Freiburg!

  • Rika am 25.01.2015 21:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bahnhof

    Also auch nach dem Film blieben bei mir wieder viele Fragezeichen und meine Abneigung gegenüber der Mathematik konnte nicht gegengesteuert werden.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Crassus, Bern am 26.01.2015 20:46 Report Diesen Beitrag melden

    Falsche Sprache

    Und dazu gibt es eine App um zuerst Englisch zu lernen!?

  • GeoGebra am 26.01.2015 09:52 Report Diesen Beitrag melden

    App allein kann das Problem nicht lösen

    Leider war der Mathe-Lehrer (Mittelstufe) meiner Tochter didaktisch so schlecht, dass er nicht einmal einen einfachen direkt proportionalen Dreisatz erklären konnte und ein grosser Teil der Klasse nachher in die Mathe-Nachhilfe ging um den Stoff richtig zu lernen.

  • Sven E. am 26.01.2015 07:07 Report Diesen Beitrag melden

    "Entstehen Luecken,

    ist das fuer Schueler muehsam." Hey, die scheinen mich und meine Mathekuenste zu kennen...

  • dave am 26.01.2015 03:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich zahle keine 10.-

    10.- für eine App ist überrissen. Dafür bekomme ich im steamsale mindestens 2 vollwertige Spiele... Wäre die App 1.- würde sie sich tausend mal besser verkaufen.

    • Freddie am 26.01.2015 06:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Zu teuer

      Der Preis der App ist absurd hoch. Wie es aussieht wurde die vollständig mit Steuergeldern finanziert und nun stösst sich ein Privater gesund.

    • mathe am 26.01.2015 19:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      ...oder gratis,

      erreicht man doch noch viel mehr Leute (das ist doch das Ziel oder?)

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  • Bernie am 26.01.2015 02:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Apple

    Schade, dass mit Apple nur ein kleiner Anteil aller User berücksichtigt wird... außerhalb der Schweiz dominiert sehr deutlich Android

    • Nomo Reapple am 26.01.2015 04:00 Report Diesen Beitrag melden

      Elitäres Apple

      Wieder mal nur das elitäre, rückständige und abgeschottete Apple System wird unterstützt, damit sich noch mehr Schüler für diese isolierte Welt entscheiden und es das beste finden, da sie nichts anderes kennen. Was hat wohl Apple wieder daran gezahlt? Dass dieses elitäre Gehabe dann auch noch mit Steuergeldern gefördert wird, ist schon mehr als fragwürdig.

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