90 Personen eingeschleust

26. Februar 2020 12:38; Akt: 26.02.2020 12:38 Print

Flüchtlinge gegen Geld in die Schweiz geschmuggelt

Sie schmuggelten Flüchtlinge von Italien in die Schweiz und verlangten Geld dafür: Fünf Menschenschmuggler, die vorwiegend im Kanton Bern leben, sind der Polizei ins Netz gegangen.

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Die Berner Kantonspolizei hat einen grossen Fall von Migrantenschmuggel aufgeklärt: Als Ergebnis umfangreicher Ermittlungen in Fällen von Menschenhandel mit Migranten hat die Kapo fünf Verdächtige identifiziert. Insbesondere drei Männer, die im Kanton Bern leben, werden verdächtigt, wiederholt Menschen illegal über die Grenze geschmuggelt zu haben.

Konkret sollen die Männer im Alter von 29, 36 und 49 Jahren zwischen Juni 2017 und April 2019 mehr als 90 Personen in die Schweiz geschmuggelt haben.

Dabei erhielten die drei mutmasslichen Täter Unterstützung: Eine 23-jährige Frau aus dem Kanton Bern sowie ein in Deutschland lebender Mann stehen im Verdacht, an der Durchführung bestimmter Transporte beteiligt gewesen zu sein.

In PWs oder Geschäftautos

Das Quintett schmuggelte Leute aus dem Nahen Osten von Norditalien in die Schweiz oder durch die Schweiz nach Deutschland. Dies jeweils in Privat- oder Firmenfahrzeugen. Die Polizei geht davon aus, dass die Reisen im Voraus geplant waren und die Schmuggler für ihre «Dienste» Geld von den Flüchtlingen verlangten.

Die drei Hauptangeklagten wurden im Rahmen einer gezielten Aktion im April 2019 festgenommen und in Untersuchungshaft gesteckt. Zwei von ihnen sind nach wie vor in Haft. Alle fünf Angeklagten werden jetzt zur Rechenschaft gezogen. Sie müssen sich in nächster Zeit vor dem Gericht für den Menschenschmuggel in rund 90 Fällen verantworten.

(miw)