Messerstecherei an Bushaltestelle

25. August 2019 12:56; Akt: 25.08.2019 12:56 Print

«Die Notoperation dauerte über sechs Stunden»

Vier Ambulanzen und eine Rega-Heli mussten am Samstag nach Oberlangenegg ausrücken. Dort war es zu einem Streit zwischen neun Männern gekommen.

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Jahr für Jahr schmeisst der Eishockeyclub Oberlangenegg ein Pubfestival, weitum ist der Anlass bekannt. Nun überschattet aber eine gewaltsame Auseinandersetzung das vergangene Partywochenende. In der Nacht auf Samstag griffen drei junge Männer sechs Jugendliche bei der nahegelegenen Bushaltestelle Fischbach an. Fünf von ihnen wurden bei der Attacke verletzt; einer von ihnen schwer. Offenbar war bei dem Streit auch ein Messer im Spiel: «Zwei von ihnen hatten Schnitt- und Stichverletzungen», teilt die Kantonspolizei Bern mit.

Hockeyaner auf dem Heimweg angegriffen

«Der Schwerverletzte musste über sechs Stunden notoperiert werden» , weiss EHC-Präsident und Veranstalter Peter Oesch. Der junge Mann sei einer seiner Hockeyspieler: «Er war auf dem Heimweg vom Fest, als er und seine Kollegen plötzlich angegriffen wurden.»

Laut der Polizei näherte sich die Gruppe von sechs Jugendlichen einem parkierten Auto. In diesem Wagen sassen Männer im Alter von 22, 23 und 28 Jahren. «Die drei Autoinsassen stiegen schliesslich aus dem Fahrzeug aus, worauf es zunächst zu einem verbalen Streit kam», rapportiert die Polizei. Dann eskalierte die Situation: Fünf der sechs Jugendlichen, die auf dem Heimweg vom Fest waren, wurden verletzt. Zwei von ihnen hatten Schnitt- und Stichverletzungen.

Wieso die Situation kurz nach drei Uhr derart ausarten, weiss derzeit weder die Polizei noch der Veranstalter genau: «Es scheint, als hätte jemand Streit gesucht», sagt Oesch.

Hockeyspieler ist ein Kämpfer

So ist er froh, dass die drei Männer kurze Zeit später gefasst werden konnten. Rund zehn Kilometer weiter entfernt, in Steffisburg BE, sichteten Polizisten den gesuchten Wagen. Sofort nahmen sie die Nachfahrt auf. «An der Glockentalstrasse auf Höhe der dortigen Landi gelang es den Polizistinnen und Polizisten schliesslich, das Fahrzeug anzuhalten», teilt die Polizei mit. Sie wurden umgehend festgenommen.

Während die drei mutmasslichen Täter nun befragt werden, wird der Sportler weiterhin medizinisch betreut. «Er ist ein Kämpfer und zum Glück in stabilem Zustand.», sagt Oesch. Er werde den Patienten am Sonntagnachmittag nun besuchen gehen. Zudem bedankt er sich bei den Helfern des Pubfests: «Nur durch die rasche Hilfestellung und der sehr guten Reaktion unser Vereinskollegen und der First Responders konnte er mit Hilfe der Rega in das Inselspital gebracht werden.»

(miw)