«Aktion der Reitschule»

23. September 2018 16:31; Akt: 23.09.2018 16:31 Print

Mit Farbe gegen Polizeipräsenz

Ein Video der Revolutionären Jugend Gruppe Bern zeigt, wie Junge zur Farbe greifen, um sich gegen die Polizei aufzulehnen. Diese ermittelt bereits.

Eine Aktion der Reitschule: Mit Farbe gegen Polizeipräsenz. (Video: Youtube)

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In der Berner Sprayerszene will man die Scharmützel mit der Polizei vom Wochenende des 1. September noch nicht ad acta legen: Ein am Samstag in der Stadt Bern verteiltes Schreiben ruft dazu auf, für «mehr polizeifreie Räume zu kämpfen». Man wolle nicht mehr länger zuschauen, «stellen wir uns gemeinsam gegen die Gewalt der Polizei», heisst es auf dem A4-formatigen Flyer.

Dafür sollen alle Gleichgesinnte zur Spraydose greifen. Man wolle jedoch keine Eskalation provozieren, man sei aber bereit, die «bunte Aktion zu verteidigen».

Spray-Aktionen auf Youtube geladen

Zu einer Eskalation kam es in der Nacht auf Sonntag schliesslich nicht. Lediglich in einem auf Youtube veröffentlichten Video sind nun diverse Aktionen junger Berner Sprayer zu sehen. So haben sie etwa die Brückenpfeiler der Schützenmatte mit Farbe bemalt oder eine Mauer entlang der nahegelegenen Engenhaldenstrasse besprayt. Auch wurden in der ganzen Stadt Plakate an die Wände gekleistert. Die Message hinter den Schriftzügen und Papieren ist klar: Polizisten sind auf diesen Perimetern nicht erwünscht.

Polizei ermittelt wegen «Farbanschlag»

Der Polizei sind diverse Sprayereien bekannt: «In der Nacht auf Sonntag wurde uns ein grösseres Graffiti in der Nähe der Reitschule gemeldet», heisst es vonseiten der Polizei. Man nehme an, dass auch die Farbanschläge auf drei Polizeiposten der Kantonspolizei zu dieser Aktion gehören; «dort sind aber nach wie vor Ermittlungen im Gang».

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