Bern

28. Februar 2011 22:56; Akt: 28.02.2011 21:45 Print

Mit Meldepflicht gegen schlimme Lehrer

Dubiose Lehrer wechselten bisher oft einfach den Arbeitsort, wenn ihre Schandtaten aufflogen. Dies will die Berner Kantonsregierung nicht mehr zulassen.

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Sie unterstützt einen Vorstoss von EVP-Grossrat Daniel Steiner-Brütsch, der eine Meldepflicht fordert. Die Behörden und Gerichte sollen die Erziehungsdirektion informieren, wenn gegen Lehrer Verfahren laufen, die ihre Vertrauenswürdigkeit in Frage stellen.

Bedenken, dass die obligatorische Meldung einer Vorverurteilung mit Berufsverbot gleichkommen würde, zerstreut der Regierungsrat: «Selbstverständlich wird ­jeder konkrete Fall auch in Zukunft sorgfältig geprüft, bevor jemandem die Unterrichtsberechtigung ent­zogen wird.» Damit die Meldepflicht eingeführt werden kann, braucht es jetzt noch den Segen des Parlaments.

(mar/20 Minuten)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Berner Bär am 01.03.2011 09:06 Report Diesen Beitrag melden

    Nur Straftaten?

    Wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke, stellt sich mir eine Frage: Fallen da auch Alkoholiker und politische Extremisten darunter? Oder nur Straftäter?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Berner Bär am 01.03.2011 09:06 Report Diesen Beitrag melden

    Nur Straftaten?

    Wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke, stellt sich mir eine Frage: Fallen da auch Alkoholiker und politische Extremisten darunter? Oder nur Straftäter?

    • Daniel am 01.03.2011 19:50 Report Diesen Beitrag melden

      Berufsverbot nur in Straffällen

      Übermässiger Alkoholkonsum ist eine Krankheit. Die politische Einstellung ein verfassungsmässiges Grundrecht. Aus diesen Gründen darf kein Berufsverbot ausgesprochen werden.

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