Grosser Rat

19. November 2014 15:26; Akt: 19.11.2014 15:26 Print

Mundart im Kindergarten: Hess scheitert erneut

Der Berner SVP-Grossrat Erich Hess hat es auch im dritten Anlauf seit 2010 nicht geschafft, eine Motion zum Thema «Mundart im Kindergarten» durchzubringen.

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SVP-Grossrat Erich Hess scheitert auch bei seinem dritten Versuch, einen Vorstoss zum Thema Mundart im Kindergarten im Grossen Rat durchzubringen. (Bild: Keystone/Peter Schneider)

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Der Grosse Rat lehnte den Vorstoss des SVP-Politikers Erich Hess zum Thema Mundart im Kindergarten am Mittwoch mit 126 zu 9 Stimmen ab. Eine erste Motion hatte Hess vor vier Jahren eingereicht. Damals wurde ihm vorgehalten, im zweisprachigen Kanton Bern könne man französisch sprechende Kindergärteler doch nicht zu Mundart verdonnern. Hess überarbeitete den Vorstoss und entband die Romands von der Mundart-Pflicht, doch der Rat lehnte die zweite Motion im März 2012 ab.

Mit Beginn der neuen Legislatur brachte Hess das Thema erneut aufs Tapet. Der Regierungsrat solle «die Gesetze so abändern, dass die Unterrichtssprache im Kindergarten sowie in der 1. und 2. Klasse grundsätzlich Mundart ist». Müssten die Kinder Hochdeutsch sprechen, sorge das für sprachliche Verunsicherung, befand Hess.

Hess renne offene Türen ein

Der Motionär renne offene Türen ein, entgegnete der Regierungsrat. Schon heute werde an den meisten Kindergärten im deutschsprachigen Kantonsteil Mundart gesprochen. Hochdeutsch sei aber nicht verboten, schliesslich mache die frühe Sprachförderung Sinn. Eine gesetzliche Festlegung der Mundart als grundsätzliche Unterrichtssprache sei «nicht stufengerecht».

(sda)