02. Februar 2006 23:10; Akt: 02.02.2006 23:14 Print

Nach Geschlechts-OP: Bei Liebe und Karriere harzt es

Bilanz ein halbes Jahr nach Sandra Lia Infangers Geschlechtsumwandlung: Mit der Liebe klappts nicht und auch die Politkarriere stockt. Doch Infanger wirbelt weiter.

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«Es geht mir nicht so gut», sagt Sandra Lia Infanger (25). Gut sechs Monate nach ihrer Geschlechtsumwandlung ist sie ernüchtert. «Ich arbeite zu viel, schlafe wenig und fühle mich ausgebrannt.» In die Ferne gerückt ist auch ihre Politkarriere: Die Solothurnerin wollte sich in Bern ein Zimmer als Zweitwohnsitz mieten, um für die Wahlen im Kanton Bern zu kandidieren.

«Aber die Behörden haben das nicht akzeptiert», sagt Infanger. «Man müsse als Kandidatin festen Wohnsitz im Kanton Bern haben.» Auch in der Liebe haperts: «Es ist die traurige Wahrheit, dass im Moment nichts läuft», so Infanger. Sie überlegt sich, alles hinter sich zu lassen und nach Berlin zu ziehen.

Aufgeben will Sandra aber nicht und lancierte deshalb eine Werbekampagne in eigener Sache: «Dazu habe ich eine Internet-Aktion gestartet», sagt sie: «Wenn ich mit meinen sechs Euro-Millions-Losen den Jackpot knacke, verteile ich zehn Prozent des Gewinns an alle, die sich auf meiner Homepage registriert haben.»

Andrea Abbühl