Lunchboxen für geplagte Familien

14. November 2019 04:51; Akt: 14.11.2019 04:51 Print

Dieses Essen soll in schweren Zeiten helfen

Nach einem Schicksalsschlag in ihrer Familie merkte Nannette Keller, wie sehr ein gemeinsames Essen die Familie stärken kann. Darum hat sie Nanas Lunchbox ins Leben gerufen.

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Vor sechs Jahren erkrankte Nannette Kellers damals 8-jähriger Sohn an Leukämie. Ein Schicksalsschlag für die fünfköpfige Familie. «Es war eine sehr anstrengende Zeit für uns», sagt Keller. Eine warme Mahlzeit auf den Tisch zu bringen, gestaltete sich plötzlich nicht mehr so einfach. «Meine Schwiegermutter hat uns in dieser Zeit sehr geholfen», erzählt Keller, «ohne sie und ihr Essen hätten wir viel mehr Mühe gehabt, zusammenzuhalten». Geprägt von der Erfahrung ihrer Familie wollte Keller anderen Familien helfen und sie in besonders schwierigen Zeiten unterstützen. Gemeinsam mit Nicole Eisenring und Beatrice Wespi gründete sie deshalb den gemeinnützigen Verein Nanas Lunchbox. Die Lunchboxen sind für Familien, in denen ein Elternteil oder Kind erkrankt ist und die Behandlung über längere Zeit hinweg andauert. Das heimische Essen am Familientisch soll den Zusammenhalt fördern und kleine Lichtblicke, Zuversicht und Hoffnung schenken. «Viel in der Familie lief bei uns über das Essen ab, deswegen ist es mir eine Herzensangelegenheit», so Keller. Eine betroffene Familie kann von Angehörigen oder Freunden mit einer Lunchbox überrascht und beschenkt werden. Es ist aber auch möglich, dass die Familie selbst sich eine Box bestellen kann. Die dritte Möglichkeit, Familien in Krisensituationen zu helfen, ist durch eine Spende an den Verein. Das gelieferte Essen soll eine praktische Entlastung für betroffene Familien sein. Die Mahlzeiten würden stets frisch zubereitet werden und jeweils dienstags und donnerstags überall in die Schweiz geliefert werden.

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Vor sechs Jahren erkrankte Nannette Kellers damals 8-jähriger Sohn an Leukämie. Ein Schicksalsschlag für die fünfköpfige Familie. Das Inselspital Bern wurde zum zweiten Zuhause. Keller musste ihre Stelle als Arbeitspsychologin aufgeben, um ihren Sohn pflegen zu können. «Es war eine sehr anstrengende Zeit für uns», sagt sie.

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Während der folgenden zwei Jahre der Behandlung ihres Sohnes hatte die Familie stark mit der belastenden Situation zu kämpfen. Eine warme Mahlzeit auf den Tisch zu bringen, gestaltete sich plötzlich nicht mehr so einfach. «Meine Schwiegermutter hat uns in dieser Zeit sehr geholfen», erzählt Keller, «ohne sie und ihr Essen hätten wir viel mehr Mühe gehabt, zusammenzuhalten». Sie merkte, wie eine simple Geste wie das Zubereiten einer Mahlzeit einer Familie in Not neue Energie bringen kann, sie am Tisch zusammenbringt und stärkt. «Kleine Gesten bleiben lange in Erinnerung und tun extrem gut.»

Lunchboxen sind für Familien in Not

Geprägt von der Erfahrung ihrer Familie wollte Keller anderen Familien helfen und sie in besonders schwierigen Zeiten unterstützen. «Das Essen auf den Tisch zu bringen, ist für viele betroffene Eltern ein Problem», sagt Keller, «so ist die Idee entstanden.» Gemeinsam mit Nicole Eisenring und Beatrice Wespi gründete sie deshalb den gemeinnützigen Verein Nanas Lunchbox.

Die Lunchboxen sind für Familien, in denen ein Elternteil oder Kind erkrankt ist und die Behandlung über längere Zeit hinweg andauert. Das heimische Essen am Familientisch soll den Zusammenhalt fördern und kleine Lichtblicke, Zuversicht und Hoffnung schenken. «Viel in der Familie lief bei uns über das Essen ab, deswegen ist es mir eine Herzensangelegenheit», so Keller.

Wie funktioniert das bestellen dieser Lunchbox?

Eine betroffene Familie kann von Angehörigen oder Freunden mit einer Lunchbox überrascht und beschenkt werden. Es ist aber auch möglich, dass die Familie selbst sich eine Box bestellen kann. Die dritte Möglichkeit, Familien in Krisensituationen zu helfen, ist durch eine Spende an den Verein. Laut Keller kommt das Geld direkt den betroffenen Personen in Form einer Gratis-Mahlzeit oder vergünstigten Angeboten zugute. «Es ist ein Zeichen, dass jemand an diese Familie denkt und ihr helfen möchte», so Keller.

Das frisch gelieferte Essen von Lacultina soll eine praktische Entlastung für betroffene Familien sein. Die Mahlzeiten würden stets frisch zubereitet und jeweils dienstags und donnerstags überall in die Schweiz geliefert.

(km)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hope am 14.11.2019 06:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hoffnung

    Sehr sinvolle Initiative. Hoffentlich bewegt der Artikel viele dazu, einen Teil des Weihnachstsbudgets hierzu oder für andere hilfreiche Projekte zu verwenden.

  • F.G. am 14.11.2019 07:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    Eine wunderbare Idee!

  • Typhoeus am 14.11.2019 06:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trick zum gesunden Leben

    Kleine Lunchbox mit richtigem Essen und kein Junk Food. Dann bleibt man gesund und schlank und ohne Burnout.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Dario Johner am 14.11.2019 12:04 Report Diesen Beitrag melden

    Super!

    Toll! Ein Angebot das Sinn macht! Danke Nana!

  • Babette am 14.11.2019 11:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zu viel Plastik

    Dass man auch noch Plastik Besteck liefert, finde ich komisch, hat doch jeder sein Besteck in der Schublade. Braucht eigentlich nur das Essen, alles andere hat ein normaler Haushalt.

  • Peter Enis am 14.11.2019 10:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    CO2

    Wie war das noch mal mit Plastikbesteck, Lieferdienst und Abfall? Gebt besser einen Gutschein fürs Resti.

  • Joy am 14.11.2019 09:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unterstützung

    diese Idee sollte man unterstützen denn es wird Zukunft sein ..Armut Überalterung Vereinsamung

  • Tanja am 14.11.2019 09:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Top

    Sehr schöne Idee und toll das dies umgesetzt wird. Bravo! Einander helfen sollte Schulfach werden, dies macht die Welt ein wenig besser.