Bern

18. August 2011 22:49; Akt: 18.08.2011 21:43 Print

Nationalrats-Kandidaten als Strassenmusiker

von Patrick Marbach - Mit schönen Tönen stellen sich Berner Nationalratskandidaten den Wählern vor: BDP-Mann Tinu Schneider lädt seine «Gegner» eine Woche lang zum gemeinsamen Musizieren ein.

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Spielen auf: Markwalder und Schneider.

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«Man kann uns ausbuhen, beklatschen und uns im Gespräch auf den Zahn fühlen», kündigt Martin Schneider an. Der BDP-Nationalratskandidat und Gründer der Stadtratsband Fraktionszwang bietet mit dem Festival Kandidaten aus allen grossen ­Parteien ein Podium an: «Ich will damit zur Beendigung des Pol-Denkens beitragen. Wer nur mit der politisch linken oder rechten Gehirnhälfte denkt, kommt nie zu probaten Lösungen.»

Vom 24. September bis zum 1. Oktober empfängt Schneider beim Bundesplatz ­jeden Tag andere Mitmusiker, die ein auf sie zugeschnittenes Programm zum besten geben. Auf dem Line-up stehen: Vanja Kohli mit Matthias Tromp (BDP), Rhity Cheng (SP), Jimy Hofer (parteilos) Beatrice Wertli (CVP), Aline Trede (Grüne), Kathrin Bertschy (GLP) und am Schlagzeug Erich Hess (SVP). Für die FDP tritt Nationalrätin Christa Markwalder mit ihrem Cello an: «Ich spiele hauptsächlich klassisch, habe aber auch CD-Aufnahmen mit Pop-Bands gemacht.» Beim Üben mit Schneider werde sich zeigen, wer die Haupt- oder Begleitstimme übernehme. «Musik und Politik haben viel gemeinsam», sagt Markwalder, «es geht darum, als Team zu harmonieren, den richtigen Ton zu finden und den Takt nicht zu verlieren.»

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