Bern

13. Januar 2015 16:56; Akt: 13.01.2015 16:56 Print

Naturhistorisches Museum setzt auf «Rock Fossils»

von Albina Muhtari - Auch im neuen Jahr zeigt sich das Naturhistorische Museum Bern alles andere als verstaubt: Es verwandelt den Skelett- in einen Konzertsaal.

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Zeigt sich von seiner rockigen Seite: Paläontologe und Paracidaris-eluveitie-Entdecker Bernhard Hostettler. (Bild: ZVG)

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Das Naturhistorische Museum Bern bleibt seinem Erfolgskonzept treu: Nach einer Reihe aussergewöhnlicher Veranstaltungen im letzten Jahr dürfen sich die Museumsbesucher auch 2015 auf zahlreiche Events freuen. Highlight ist die Sonderausstellung «Rock Fossils», die am 18. März von der international bekannten Schweizer Metal-Band Eluveitie eröffnet und bis Ende Mai zu sehen sein wird.

«Die Ausstellung wurde von Kollegen aus Dänemark konzipiert, die Metal-Fans sind», erklärt Achim Reisdorf, Paläontologe am Naturhistorischen Museum Bern. In der Schau gehe es um Fossilien, die nach Rockstars benannt wurden. So trage ein furchterregender Wurm den Namen Kalloprion kilmisteri, weil sein Entdecker ein Fan von Motörhead-Sänger Lemmy Kilmister sei.

«Paläontologen haben Humor»

«Die Schau war bereits in Dänemark und Norwegen erfolgreich zu sehen. Wir freuen uns, nun als erstes nicht-skandinavisches Land mit der Ausstellung auftrumpfen zu können», so Reisdorf. «Mit der Schau wollen wir eine Verbindung zwischen Wissenschaft und Kultur schaffen. Naturwissenschaften sind nicht so trocken, wie viele Leute vermuten und Paläontologen haben nicht nur einen Blick auf die Welt, sondern auch Humor.»

Anlässlich des Eröffnungskonzerts im März wird die Metal-Band Eluveitie denn auch einen fossilen Seeigel entgegennehmen, der nach ihr benannt wurde: Paracidaris eluveitie heisst der «Stachelhäuter», der vom Berner Paläontologen Bernhard Hostettler entdeckt wurde und laut Museum über wehrhafte Stacheln und einem zerbrechlichen Kern verfügt.

Das Rock-Konzert ist nur eine von mehreren Veranstaltungen, mit denen das Museum Besucher zwischen 20 und 40 Jahren in die Ausstellungen holen will. Auch die «Bar der toten Tiere» wurde zu diesem Zweck geschaffen und zieht pro Freitag durchschnittlich 500 Besucher an.