Prostitution in der Stadt

05. Juli 2018 14:27; Akt: 05.07.2018 15:31 Print

Bald drittes Bordell in der Aarbergergasse?

Schon bald soll in Bern ein neues Bordell eröffnen – es wäre das dritte in der Aarbergergasse. Im vergangenen Jahr schlossen allerdings acht Etablissements in der Stadt.

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Damit ein Bordell in einem Wohngebiet entstehen kann, braucht es viel Einsatz. Dennoch gibt es derzeit in der Berner Aarbergergasse bereits zwei solche Etablissements: Eins ist das Berner Laufhaus, das andere liegt direkt über der Casa Marcello. Nun soll ein drittes folgen, wie « Der Bund» am Donnerstag berichtet.

Oberhalb der Wunderbar werden bald Freier ein und aus gehen, wenn es nach Bordellbetreiber Dominic Schmid geht: In sechs Zimmern auf zwei Stockwerken sollen Frauen ihre sexuellen Dienste anbieten. Die zwischen dem Allerlei-Laden Yamatuti und einem Hochzeitsgeschäft arbeitenden Prostituierten werden vorwiegend selbstständig tätig sein: «Sie schalten selber Inserate und laden ihre Freier per Telefon zu sich ein», sagt Schmid.

«Entwicklung ist bedenklich»

So nahe dran, ein Bordell zu eröffnen, war lange Zeit niemand mehr: Seit dem 2013 in Kraft getretenen Prostitutionsgesetz ist es beinahe unmöglich, in einer Wohnzone ein Puff bewilligt zu bekommen. Im vergangenen Kalenderjahr mussten unter anderem wegen der verschärften Gesetzgebung acht Bordelle in der Stadt Bern ihre Tore schliessen.

Für Christa Ammann, die bei der Fachstelle Xenia Sexarbeiterinnen berät, ist diese Entwicklung bedenklich: «So gehen immer mehr Arbeitsplätze für Sexarbeiterinnen verloren.» Dies führe dazu, dass viele Prostituierte ihre Dienste zu Hause anböten, wo sie vor gewalttätigen Freiern weniger gut geschützt seien. Deshalb fordert Ammann mehr Kulanz der Behörden.

«Es braucht auch in Bern Puffs»

Beim zuständigen Gemeinderat Reto Nause (CVP) stösst sie damit aber auf taube Ohren: «Wenn es die Lärmschutzstufe zulässt, also wenn es viele laute Gewerbebetriebe in der Nachbarschaft gibt, dann kann ein Bordell bewilligt werden. Sonst nicht.»

Damit die Vertreter des horizontalen Gewerbes in der Aarbergergasse tatsächlich bald das nächste Freudenhaus eröffnen können, ist nur noch eine bürokratische Hürde zu überspringen: Niemand darf Einsprache erheben. Initiant Dominic Schmid ist überzeugt, dass es auch in Bern solche Lokale braucht: «Es kann doch nicht sein, dass man für einen Bordellbesuch nach Zürich fahren muss.»


(ber)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Max T. Krüger am 06.07.2018 06:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schutz der Sexarbeiterinnen

    In der Tat sind die Sexarbeiterinnen in einem Bordell besser geschützt vor gewalttätigen Freiern und Zuhältern! Man möge aufhören, Moralapostel zu spielen: Prostitution gehört zu unserem Leben. Die negativen Auswirkungen (Gewalt, Zuhälterei, Abzocke, etc.) indessen nicht: Diese gilt es zu verhindern!

  • P. Roth am 05.07.2018 17:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ball flach halten bitte

    Bei einem guten Bordell fällt der Betrieb gar nicht auf, sonst würden nämlich keine Kunden mehr kommen. Ein Freier steht nun mal nicht gerne im Rampenlicht.

  • Auer am 05.07.2018 15:33 Report Diesen Beitrag melden

    Bei uns keinProblem

    Mein Gott, was habt ihr Berner für Probleme? Bei uns im Dorf hat es alleine an der Hauptstrasse mindestens vier Bordelle. Und im Dorf wohnen nur gut 5000 Leute. Ist aber kein Problem, denn es läuft ja alles diskret ab.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Max T. Krüger am 06.07.2018 06:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schutz der Sexarbeiterinnen

    In der Tat sind die Sexarbeiterinnen in einem Bordell besser geschützt vor gewalttätigen Freiern und Zuhältern! Man möge aufhören, Moralapostel zu spielen: Prostitution gehört zu unserem Leben. Die negativen Auswirkungen (Gewalt, Zuhälterei, Abzocke, etc.) indessen nicht: Diese gilt es zu verhindern!

  • Housi Hungerbühler am 05.07.2018 19:16 Report Diesen Beitrag melden

    Puff

    Bern ist ja ein Puff.. Keine Parkplätze.. angeblich Verkehrsfrei bis auf die Püffer und vom ÖV wirst Du überfahren

  • P. Roth am 05.07.2018 17:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ball flach halten bitte

    Bei einem guten Bordell fällt der Betrieb gar nicht auf, sonst würden nämlich keine Kunden mehr kommen. Ein Freier steht nun mal nicht gerne im Rampenlicht.

  • metoo am 05.07.2018 16:16 Report Diesen Beitrag melden

    Kurz und knapp

    Kaputte Welt... Prostitution sollte verboten sein.

  • Daniell am 05.07.2018 16:10 Report Diesen Beitrag melden

    Finde ich toll...

    lieber so eine Bums-Bude statt ein jämmerlicher Krämerladen.