Bumbach

31. Juli 2014 15:44; Akt: 31.07.2014 15:58 Print

Notbrücke über die Emme ist ab Freitag befahrbar

Im vom Unwetter schwer betroffenen Schangnau kommen die Aufräumarbeiten weiter voran. Die von der Armee errichtete Notbrücke bereits zum Nationalfeiertag fertig.

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Am Freitag wird die errichtete Notbrücke bereits befahrbar sein. (Bild: Keystone/Steffen Schmidt)

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Die Notbrücke ersetzt die letzte Woche von der Flut weggerissene Roseggbrücke. Die Brücke soll im Laufe des Freitags für den Verkehr geöffnet werden, sagte Urs Müller vom Führungsstab der Armee der Nachrichtenagentur sda am Donnerstag. Rund 60 Armeeangehörige hatten in den letzten Tagen rund um die Uhr an der Brücke gebaut.

Im Emmental wurden keine weiteren Schäden gemeldet, obwohl es in der Nacht auf Donnerstag nochmals intensiv geregnet hatte. Kurzzeitig sei die Emme in Eggiwil um 60 Zentimeter angeschwollen, sagte Georges Wüthrich, Sprecher des Führungsstabes Emmental. Passiert sei aber nichts. Sorgen bereiten den Verantwortlichen aber nach wie vor die durchnässten Böden, was zu Murgängen führen könnte.

Bumbach erhält Unterstützung

Die vom Unwetter betroffene Bevölkerung der Gemeinden Schangnau und Eggiwil war am Mittwochabend zu einem Informationsabend eingeladen worden. Laut Wüthrich nahmen rund 200 Personen daran teil. Sie konnten sich dabei von Behördenvertretern sowie Experten von Gebäudeversicherungen und Elementarschadenfonds beraten lassen.

An der Veranstaltung nahmen auch Nationalratspräsident Ruedi Lustenberger und die Berner Regierungspräsidentin Barbara Egger teil. Der höchste Schweizer, der im benachbarten Entlebuch wohnt, wollte damit seine Solidarität mit der Region bekunden. Auch das Schweizerische Rote Kreuz teilte am Mittwoch mit, es stelle für die Region 100' 000 Franken zur Verfügung.

Thuner- und Brienzersee entlasten

Nach den Regenfällen von Mittwoch und Donnerstagnacht waren der Thuner- und Brienzersee randvoll. In Thun standen die Schleusen offen, um so viel Wasser wie möglich abzulassen. Der Pegel der Aare war deshalb auch am Donnerstag noch immer hoch. In den aarenahen Quartieren in der Stadt Bern wurden die Hochwasserschutzmassnahmen vorsorglich verstärkt.

Die Meteorologen rechnen zumindest bis am Freitagabend mit einer vorübergehenden Wetterberuhigung. Am Wochenende könnte es da und dort im Jura, in den Voralpen und Alpen erneut lokal Regen und Gewitter geben.

(sda/sie)