Kanton Bern

25. Juli 2014 15:59; Akt: 25.07.2014 16:25 Print

Notlage im Asylwesen

Die Zahl der Asylsuchenden nimmt zu. Der Kanton Bern nimmt nun die Gemeinden in seine Pflicht, damit sie Unterkünfte zur Verfügung stellen.

storybild

Es werden Notunterkünfte für Flüchtlinge im Kanton Bern gesucht. (Bild: Keystone/Lukas Lehmann)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Um den starken Zustrom von Asylsuchenden zu bewältigen, braucht der Kanton Bern dringend zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten. Die Lage ist derart prekär, dass die Regierung den Engpass zur Notlage erklärt hat. Damit kann sie die Gemeinden in die Pflicht nehmen.

Die Gemeinden müssen nun kurzfristig zusätzliche Infrastrukturen zur Verfügung zu stellen. Die Polizei- und Militärdirektion plant, Zivilschutzanlagen in Bern, Burgdorf, Hindelbank, Ittigen, Moosseedorf und Ostermundigen als Notunterkünfte für Asylsuchende zu nutzen, wie die Berner Kantonsregierung am Freitag mitteilte.

Bei Bedarf sollen weitere Unterbringungsmöglichkeiten in anderen Gemeinden geschaffen werden, schreibt der Regierungsrat in einer Mitteilung.

Zahl Asylsuchender angestiegen

In letzter Zeit ist die Zahl der Asylsuchenden in der Schweiz deutlich angestiegen. Damit sei auch die Zuweisung an die Kantone sprunghaft angestiegen, schreibt der Regierungsrat in seiner Mitteilung. Dies führe auch im Kanton Bern zu einem akuten Kapazitätsproblem bei den Asylunterkünften.

Der Kanton Bern erklärt nicht zum ersten Mal die Situation im Asylwesen zur Notlage. Er tat dies schon 2008.

Vor der Eröffnung der Anlagen will der Kanton die Anwohner mit einem Schreiben informieren. Für Fragen aus der Bevölkerung wird eine telefonische Hotline zur Verfügung gestellt.

(sda)