Nach Unwetter in Chamoson VS

03. September 2019 15:28; Akt: 03.09.2019 15:28 Print

Nur noch punktuelle Suche nach Mädchen und Mann

Ein 6-jähriges Mädchen und ein 37-jähriger Mann werden seit dem Walliser Unwetter vermisst. Nun schränkt die Polizei die Suche nach ihren Leichen ein.

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Seit dem Unwetter in Chamoson VS fehlt von zwei Menschen noch immer jede Spur. Nach mehreren Wochen intensiver, permanenter und systematischer Suche habe die Gemeinde beschlossen, das Tempo bei der Suche nach dem französischen Mädchen und seinem 37-jährigen Begleiter aus Genf zu drosseln, teilten die Behörden am Dienstag mit. Der Entscheid sei einvernehmlich mit den Familien der Vermissten getroffen worden.

Einzelne Wrackteile vom Auto gefunden

Der Mann und das Mädchen waren am 11. August in einem Auto von den Fluten weggespült worden, als der Fluss Losentse über seine Ufer getreten war. Die Mutter des Mädchens und deren Freundin mussten die Tragödie mitansehen. Sie kamen mit dem Leben davon.

Einzelne kleine Wrackteile ihres Fahrzeugs wurden gefunden, ebenso einige persönliche Gegenstände. Von der Hauptstruktur des Autos oder von den Leichen der Opfer fehle nach wie vor jede Spur, teilte die Gemeinde weiter mit.

Möglicherweise in die Rhone gespült

Das Fahrzeug sei möglicherweise in die Rhone, zwei Kilometer flussabwärts, gespült worden. «Dank der Magnetometer der EPFL sind wir zur Überzeugung gelangt, dass sich das Fahrzeug nicht im Losentse-Delta befindet», wird Gemeindepräsident Claude Crittin im Communiqué zitiert.

Geplant ist, dass Taucher der Kantonspolizei Waadt bei der Rhone-Mündung in den Genfersee bei Le Bouveret VS die Sucharbeiten fortsetzen. Auch Seepolizisten aus Genf werden daran beteiligt sein. Ausgestattet mit einem Sonar sollen sie das Flussbett der Rhone durchforschen. Katastrophenhunde sollen ebenfalls zum Einsatz kommen.

Die Kosten für die Sucharbeiten werden auf 25 000 Franken pro Tag geschätzt. Auf Initiative der Zeitschrift «L'Illustré» wurde ein Verein zur Spendensammlung gegründet.

(miw/sda)

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