Unglück am Schreckhorn

20. August 2019 08:21; Akt: 20.08.2019 11:49 Print

PC-7 stürzte wegen Pilotenfehler ab

Im September 2017 ist eine Pilatus PC-7 Turbo-Trainer der Schweizer Luftwaffe am Schreckhorn verunglückt. Der Pilot starb. Nun ist die Absturzursache bekannt.

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Die Schweizer Luftwaffe meldete am 12. September 2017 eine PC-7 als vermisst. Kurz darauf wurde klar, dass die Maschine am Schreckhorn im Berner Oberland verunglückt war. Das Flugzeug war gegen eine Felswand geprallt. Wenige Tage nach dem Unglück erhielt die Militärjustiz den Auftrag, eine vorläufige Beweisaufnahme durchzuführen. Im Schlussbericht des Untersuchungsrichters ist festgehalten, dass das Flugzeug rund 100 Meter unterhalb des Gipfels in die Felswand flog. Es befand sich zu diesem Zeitpunkt in den Wolken, teilte das VBS am Dienstagmorgen mit.

Man könne davon ausgehen, dass der Pilot während des ganzen Fluges nach Sichtflugregeln flog. Die Wetterbedingungen auf der Alpennordseite hätten jedoch keinen reinen Sichtflug erlaubt. Der Pilot hätte an Stellen, wo dieser nicht möglich war, auf Instrumentenflugregeln umsteigen können. Das hat er aber offenbar nicht getan. Der Untersuchungsrichter kommt deshalb zum Schluss, dass ein Pilotenfehler schuld am Unfall ist.

Da der Pilot beim Unglück ums Leben kam, folgt auch kein Strafverfahren. Gegen eine andere beteiligte Person habe zudem kein Anfangsverdacht erhärtet werden können. Deshalb wird auf eine weitere militärstrafrechtliche Verfolgung verzichtet. Das Verfahren ist nun rechtskräftig abgeschlossen.

(vro)