Schwierige Rettungsaktion

07. August 2019 10:57; Akt: 08.08.2019 09:09 Print

Pferd stürzt steilen Hang hinunter

Auf dem Grimselpass im Berner Oberland wurde ein Pferd bei einem Sturz verletzt. Die Rettungsaktion gestaltete sich schwieriger als erwartet.

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Ein Pferd ist am Dienstag bei einem Wanderritt im Berner Oberland auf dem alten Saumpfad am Grimselpass ausgerutscht. Es konnte sich kurz vor dem See selber wieder auffangen. Aufgrund des steilen Gebirges und der Verletzungen des Pferdes konnte dieses nicht aus eigener Kraft wieder hinaufsteigen.

Die Rettungsaktion dauerte sechs Stunden

Gegen Mittag wurde der Schweizer Grosstier-Rettungsdienst alarmiert. Die Sanitäter machten sich unverzüglich auf dem Weg, doch die Rettungsaktion verlief nicht wie geplant. «Wir haben von der Wandergruppe, die mit dem Pferd unterwegs war, falsche Koordinaten erhalten und suchten zuerst auf dem oberen Stausee nach ihnen», sagt Ruedi Keller, Leiter des Grosstier-Rettungsdiensts Schweiz. Die Wandergruppe befand sich jedoch auf der Höhe des unteren Stausees auf dem alten Saumpfad.

«Dadurch haben wir wertvolle Zeit verloren», sagt der Rettungsleiter. Gegen 18 Uhr konnten die Einsatzkräfte schliesslich das Pferd aus seiner misslichen Lage befreien. Das Tier wurde mit dem Helikopter zum Kiesplatz bei der Staumauer geflogen und von einer Tierärztin erstversorgt. Medizinische Hilfe war dringend nötig: Das Pferd hatte überall Verletzungen und sehr viele Schürfwunden. «Es war zum Glück aber nichts Gravierendes, es wird sich schnell erholen», sagt Keller.

Regen machte den Pfad rutschig

Den ganzen Tag hindurch habe es vereinzelt geregnet, im Gebirge war es auch windig. Der Weg sei deshalb sehr nass und rutschig gewesen. Das Pferd sei vermutlich wegen des nassen Untergrundes ausgerutscht und verunfallt, so Keller. Ob zum Zeitpunkt des Unfalls jemand auf dem Pferd geritten ist, sei noch unklar. Doch klar ist: «Das Pferd hatte Glück im Unglück.»

(km)