Bern

17. März 2011 23:09; Akt: 17.03.2011 21:21 Print

Politiker fordern Rausschmiss von Securitys

von Sophie Reinhardt - Stadträte wollen private Sicherheitsleute aus Bern verbannen. Der Gemeinderat soll Verträge mit Securitas und Co. künden.

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Securitas auf der Schützenmatte, beim Fixerstübli und auf der Kleinen Schanze sind ein alltägliches Bild. Das soll sich nun ändern – zumindest wenn es nach Stadtrat Hasim Sancar (Grünes Bündnis) geht. Er fordert in einem Vorstoss die Auflösung aller Verträge mit privaten Sicherheitsdiensten. Sancar: «Sicherheit ist eine Staatsaufgabe und muss da­rum staatlich kontrolliert werden.»

Dies unterstützt Rahel Ruch von den Jungen Alternativen: «Wieso sollen andere Firmen einen Profit erzielen, wenn wir die Polizei haben?» Auch bei der SVP unterstützt man die Idee: «Vorausgesetzt die Kantonspolizei wird aufgestockt, damit sie auch alle Auf­gaben übernehmen kann», so Stadtrat Simon Glauser. Anderer Meinung ist Bernhard Eicher (FDP): Er fürchtet, Bern werde ohne Securitas und Co. unsicherer.

Sicherheitsdirektor Reto Nause sieht vor allem die höheren Kosten, die durch diesen Vorstoss verursacht würden, als Problem. «Für Aufgaben wie die Patrouille um den Bärengraben sind Securitas schlicht billiger als die Polizei.»

Securitas-Generalsekretär Reto Casutt versteht die Diskussion nicht: «Wir erfüllen hauptsächlich Bewachungsdienste und haben wenig mit dem Gewaltenmonopol zu tun.» Die Polizei könne so statt Hilfsaufgaben Dienste übernehmen, für die gut ausgebildetes Personal nötig sei.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Steuerzahler am 18.03.2011 12:24 Report Diesen Beitrag melden

    Aufgabenteilung

    Die beschriebenen Aufgaben sind tatsächlich Aufgaben, die der Staat grundsätzlich übernehmen muss. Nur stellt sich die Frage, ob die Polizei solche Aufgaben übernehmen muss, oder ob sie durch private Sicherheitsdienstleister übernommen werden kann. Ich bin der Überzeugung, dass die Polizei - gut ausgebildet, ausgerüstet und geführt - für wichtigere und entscheidendere Aufgaben eingesetzt werden muss und dass tatsächlich private Sicherheitsfirmen notwendige, nicht zu unterschätzende Aufgaben von geringerer Bedeutung übernehmen können; dies ist auch kostengünstiger und daher effizienter.

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  • Markus Stalder am 19.03.2011 12:48 Report Diesen Beitrag melden

    Sparen bei der Sicherheit

    Ich arbeite selbst Nebenberuflich bei einer privaten Sicherheitsfirma. Ganz klar, das Gewaltmonopol liegt bei der Polizei und darf (sollte) nicht privaten Übertragen werden. Ist im Vorliegenden Fall ja auch nicht der Fall... Trotzdem sind private Sicherheitsdienste auf öffentlichem Grund eine heikle Angelegenheit. Nur: Solange die Politik bei der Sicherheit sparen will (die Polizei dadurch zuwenig Kapazitäten hat) wird es auch Private im Öffentlichen Bereich geben, die Patrouille machen. Alle wollen Sicherheit, jedoch kosten darf sie nichts! Diese Rechnung geht nicht auf...

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  • Suzanne am 19.03.2011 10:47 Report Diesen Beitrag melden

    mehr und schneller da gefordert

    In der Schweiz haben wir viel zu wenig Polizisten. Billetkontrollen, Bewachungen usw. sollte alles die Polizei durchführen und nicht irgendwelche Privaten. Nur die Polizei darf Verhaftungen vornehmen. Verhaftungen sollten schneller ausgeführt werden. Wenn Verstärkung angefordert wird, dann muss das wesentlich schneller gehen bis die kommt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ritschard Stefan am 22.03.2011 18:16 Report Diesen Beitrag melden

    Zu teuer. Was ist denn teuer?

    Entweder sind die Angestellten von Securitas schlecht bezahlt oder die Damen und Herren der Polizei überbezahlt.Es heisst immer die "hohen kosten" der polizei.. nehmt diese kosten doch mal auseinander und analysiert WAS den an diesen leuten so teuer sein soll.Securytas fährt Twingo, die anderen Mercedes. Ich schätze die Arbeit von Securytas welche unbewaffnet ohne sonderrechte arbeiten. Von der anderen Berufsgruppe halte ich nichts.

  • piri am 20.03.2011 13:29 Report Diesen Beitrag melden

    Security flexibel

    Also bitte.... Es gibt so viele sachen zu erledigen und nun soll sich die Polizei mit jedem Krimskrams abgeben? Bsp: Jugendliche vom Platz zu verweisen... oder um ruhe zu bitten,,, für all diese sachen reichen security.. und ausserdem ist es ein guter einstieg zur Polizei..

  • pedro am 20.03.2011 11:56 Report Diesen Beitrag melden

    Typisch Grüne ....

    Tja, alles abschaffen welches für die Stadt günstig ist. Die Finanzen der Stadt Bern sind ja stets im schwarzen. Auf der einen Seite ist Mann/Frau gegen die Aufstockung der Polizei auf der anderen klagt man über schlechte Präsenz. Hätten viele Chaoten eine bessere Erziehung erhalten brauchten könnte einiges gespart werden, aber eben, Chaoten halten sich nicht an Gesetze!

    • Nubi am 27.03.2011 17:55 Report Diesen Beitrag melden

      Politiker sehen keinen Dreck

      Richtig, grad die linken Grossschnorris nehmen regelmässig an VIP-Anlässen teil, wo es nur so von Securitys wimmelt. Die sollen sich mal unter den Mob mischen, dann wüssten Sie endlich, das ein Ausgang in der Stadt nicht mehr lebeswert ist.

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  • Markus Stalder am 19.03.2011 12:48 Report Diesen Beitrag melden

    Sparen bei der Sicherheit

    Ich arbeite selbst Nebenberuflich bei einer privaten Sicherheitsfirma. Ganz klar, das Gewaltmonopol liegt bei der Polizei und darf (sollte) nicht privaten Übertragen werden. Ist im Vorliegenden Fall ja auch nicht der Fall... Trotzdem sind private Sicherheitsdienste auf öffentlichem Grund eine heikle Angelegenheit. Nur: Solange die Politik bei der Sicherheit sparen will (die Polizei dadurch zuwenig Kapazitäten hat) wird es auch Private im Öffentlichen Bereich geben, die Patrouille machen. Alle wollen Sicherheit, jedoch kosten darf sie nichts! Diese Rechnung geht nicht auf...

    • D. Dreher am 20.03.2011 16:20 Report Diesen Beitrag melden

      Richtig!!

      Sehr schön gesagt! Genau so ist es... Vorallem haben die Damen und Herren Politiker keine Ahnung wie die Realität auf der Strasse ist!!!

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  • Suzanne am 19.03.2011 10:47 Report Diesen Beitrag melden

    mehr und schneller da gefordert

    In der Schweiz haben wir viel zu wenig Polizisten. Billetkontrollen, Bewachungen usw. sollte alles die Polizei durchführen und nicht irgendwelche Privaten. Nur die Polizei darf Verhaftungen vornehmen. Verhaftungen sollten schneller ausgeführt werden. Wenn Verstärkung angefordert wird, dann muss das wesentlich schneller gehen bis die kommt.

    • martin am 20.03.2011 16:39 Report Diesen Beitrag melden

      Falscha

      Stimmt nicht!!! Bitte StPO Artikel 218 studieren!

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