Bern

08. November 2010 23:01; Akt: 08.11.2010 23:11 Print

Politiker wollen «Abzocker» stoppen

von Pedro Codes - Enorm viele Überstunden und hohe Entschädigungen: Berner Chefbeamte sahnten in der Vergangenheit kräftig ab. Die Politik schlägt zwar Massnahmen dagegen vor, diese gehen den Kritikern aber zu wenig weit.

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«Ich fordere Sanktionen: Wenn irgendwie möglich, müssten die Abzocker das Geld zurückgeben.» SVP-Grossrat Thomas Fuchs

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Die Kündigung eines Chefbeamten kostete den Kanton im Sommer 2009 rund 700 000 Fr. Der Mann streckte am Ende seines Arbeitsverhältnisses die Hand hin und liess sich 3700 Überstunden auszahlen. Damit brachte er einen Skandal ins Rollen, der seinem Chef, Finanzdirektor Urs Gasche, fast den Kopf kostete. Es stellte sich heraus: Der Beamte war nicht der einzige Abzocker.

«Damals sind Fehler passiert», rügt Hans-Jörg Rhyn von der Oberaufsichtskommission (OAK). Um dem Missstand einen Riegel zu schieben, schlägt die OAK in einer eigens erstellten Studie zwei Massnahmen vor: konkretere Regeln für Austrittsvereinbarungen und ein Maximum von 100 Überstunden, die einmalig ins nächste Jahr gerettet werden dürfen. Dem Regierungsrat schwebt allerdings ein anderes Modell vor. Er möchte die Überzeiten ganz abschaffen und stattdessen die Vertrauensarbeitszeit einführen.

SVP-Grossrat Thomas Fuchs geht das zu wenig weit. Er fordert Sanktionen: «Wenn irgendwie möglich, müssten die Abzocker das Geld zurückgeben.» Dazu müsste man aber auch die Namen kennen, sagt er: Bisher hätten sie sich im Schatten der Anonymität verstecken können.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nussbaumer Pierre am 09.11.2010 09:56 Report Diesen Beitrag melden

    Abzocker Überstunden

    Altes Lied, der Arbeiter schuftet während seinen Arbeitsstunden, der Beamte wärend den Überstunden.

  • Peter Fischer am 10.11.2010 21:54 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Ahnung vom Thema

    Es gibt ein paar einzelne Beamte, die Abzocken und alle anderen Angestellten verdienen wenig: es müssen lediglich die heute bestehenden Gesetze und Verordnungen durchgesetzt werden, dann ist alles in Ordnung. Das Problem ist die fehlende Führungskompetenz in der Verwaltung, nicht die Gesetze! Ob die Politiker das Personalgesetz wohl überhaupt jemals gelesen haben?!?

  • Bruno Hochuli am 10.11.2010 12:04 Report Diesen Beitrag melden

    Was die Politiker alles wollen,

    und dann doch nicht fertigbringen, wenn es dann ernst wird. Reines geschwafel zum profilieren.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter am 10.01.2011 14:52 Report Diesen Beitrag melden

    Wir wollen Taten, nicht Worte hören

    Diese Staats-Vergütungen / Abzockereien müssen aus dem Anstellungs-Reglement gestrichen werden, sonst steht schon der nächste wieder vor der Tür.

  • mir isch glich am 10.11.2010 22:35 Report Diesen Beitrag melden

    Auto Rathaus Bern.....

    Fahrzeuge kann man auch, wie alle andern in Parkhäusern und nicht vor dem Rathaus wild parkieren....statt andere kritisieren, lieber selber ein Vorbild sein

  • Peter Fischer am 10.11.2010 21:54 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Ahnung vom Thema

    Es gibt ein paar einzelne Beamte, die Abzocken und alle anderen Angestellten verdienen wenig: es müssen lediglich die heute bestehenden Gesetze und Verordnungen durchgesetzt werden, dann ist alles in Ordnung. Das Problem ist die fehlende Führungskompetenz in der Verwaltung, nicht die Gesetze! Ob die Politiker das Personalgesetz wohl überhaupt jemals gelesen haben?!?

  • B. Wisser am 10.11.2010 20:31 Report Diesen Beitrag melden

    "Vertrauensarbeitszeit einführen" ???

    "Er möchte die Überzeiten ganz abschaffen und stattdessen die Vertrauensarbeitszeit einführen." --> Mit anderen Worten da wird sich gar nichts ändern. Liebe Steuerzahler ihr zahlt das und die nächste Debatte wird wieder sein, dass zuwenig Geld da ist.

  • Bruno Hochuli am 10.11.2010 12:04 Report Diesen Beitrag melden

    Was die Politiker alles wollen,

    und dann doch nicht fertigbringen, wenn es dann ernst wird. Reines geschwafel zum profilieren.