Revolutionäre Idee

03. August 2017 15:55; Akt: 03.08.2017 15:55 Print

Politiker wollen Rutschen an die Aare

Berner Politiker wollen am Aarehang Rutschen installieren. Diese sollen als Transportmittel zur Aare dienen. Der Gemeinderat soll die Idee überprüfen.

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Der Gemeinderat wird mit einem Postulat beauftragt zu prüfen, wo geeignete Standorte für eine Rutschbahn von der Oberstadt runter an die Aare liegen. (Bild: Keystone/Manuel Lopez)

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Es ist schweisstreibend heiss, die Sonne brennt auf den Asphalt der Innenstadt – das einzige, was jetzt noch hilft, ist ein erfrischender Aareschwumm. Doch wer in Bern schwimmen gehen will, muss aufgrund der hügligen Topografie oft erst einen steilen Abstieg zum kühlen Nass in Kauf nehmen.

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Eine unkonventionelle Idee soll den Transport zum tiefer gelegenen Aareufer revolutionieren: Die Alternativen Linken (AL) der Stadt Bern wollen Rutschbahnen als offizielles Fortbewegungsmittel der Bundesstadt einführen. «Diese würden den Weg von der Stadt an die Aare stark verkürzen», schreiben sie in einem Postulat, dass sie dem Gemeinderat Anfang Sommer überreicht haben. Die städtische Regierung soll sich während den warmen Monaten nun Gedanken über die Vor- und Nachteile einer solchen öffentlichen Transport-Rutsche machen.

Per Rutsche ins Lorrainebad

Der Initant der sogenannten Aarerutschbahn, Markus Flück (31), ist von seiner Idee überzeugt. Die Rutschen, die gemäss seiner Vorstellung schleifenförmig an verschiedenen Stellen den Aarehang hinunterschlängeln, sollen den öffentlichen Raum auf einfache Weise erschliessen. «Denkbar wäre etwa eine Rutschbahn beim Lorrainebad oder am Bundesrain», sagt Flück.

Einerseits biete eine solche Rutschfahrt einen hohen Spassfaktor, «aber nicht nur»: Die heimischen Rutschbahnen sollen als Fortbewegungsmittel dienen, die ohne den Einsatz von zusätzlicher Energie auskommen. «So wird das Nützliche auf gelungene Weise mit dem Lustvollen verbunden.»

«Es ist uns bewusst, dass es ein sehr phantasievoller Input ist, aber auch einer, der durchaus realisierbar ist», sagt der Politiker. Zudem würden Aarerutschen die Bundesstadt auch aufwerten: «Bern wäre Pionierin, was diese Art von Nutzung der Rutschbahn betrifft.»

Lifte für den Aufstieg

Doch nicht nur die rasante Talfahrt soll die Aare «erlebbarer» machen: Die AL möchte diverse Berner Brücken zusätzlich mit Aufzügen ausstatten, um so den Rückweg von der Aare angenehmer zu gestalten. So schlagen sie in einem ebenfalls bereits eingereichten Postulat vor, den Bau von Brückenliften zu prüfen. Dies, «um mehr Lebensqualität für die verschiedenen Aarenutzer zu erreichen und den urbanen Aareraum auch für zusätzliche Menschen zu erschliessen». So etwa bei der Lorrainebrücke, Kornhausbrücke, Nydeggbrücke und Kirchenfeldbrücke. Dabei sollen laut dem Postulat Lifte eingesetzt werden, die etwa mit Solarstrom, Abwasser, Aarewasser, elektromagnetische Synchron-Linearmotoren betrieben werden.


(miw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dst am 03.08.2017 16:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genial

    Nur die Aufzüge für den Aufstieg weglassen, dann ists der Hammer

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  • Franz v. A. am 03.08.2017 18:37 Report Diesen Beitrag melden

    Nörgelis

    Wenn ich so die Kommentare lese, scheint mir, als gebe es nur noch Miesepeter, und Nörgelis, und vorallem Pessimisten. Geniest doch einfach das Leben, denn so schlecht geht es uns hier wirklich nicht! Habt alle einen schönen Abend.

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  • gägä am 04.08.2017 00:04 Report Diesen Beitrag melden

    Schnapsidee aus welchem Lager?

    Rutschenputzer ist demnach der neue Berufszweig in der Hauptstadt. Man stelle sich die Rutschen nach Wind und Regen vor. Und nach Wochenenden die weggeworfenen Aludosen und Essenverpackungen. Der Nächste fegt mit seinem Hosenboden die Bierrinnsale weg und stoppt von Kaugummi zu Kaugummi. Viel Vergnügen bei diesen neuen Verkehrswegen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • SB am 05.08.2017 17:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Steuergelder

    Vielleicht muss man ja für's rutschten Zahlen.

  • SB am 05.08.2017 17:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Cool----vielleicht

    Witzige Idee-----würde es aber auch verstehen, dass es vielleicht die Anwohner stören könnte. Schon jetzt hat es (zu) viele Leute an der Aare und mit einer Rutsche, kämen dann noch ganz viele Touristen dazu. Ich weiss nicht....

  • Grummelstilzchen am 04.08.2017 19:20 Report Diesen Beitrag melden

    Blödsinn fürs Sommerloch

    Und wer bezahlt das? Der mehr als grosszügige Stapi der grad für 150 000 Fr. seine Belegschaft einlädt? Und wie bereits erwähnt es gibt genügend Wege leicht abwärts zu kommen.

  • Bärner Gring am 04.08.2017 15:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zu Fuss

    Ein Beweis mehr, dass längst nicht jeder, der sich Politiker nennt, auch das Zeug dazu hat. Die Rutschenidee hat zugegebenermassen einen gewissen Unterhaltungswert, das war's aber auch schon. Nehmt den ÖV, das Velo oder geht zu Fuss. Ihr bewegt euch eh zu wenig. Das Marzilibad erreicht man zu Fuss vom Bundeshaus in knapp zehn Minuten, in Berner Tempo, versteht sich. Zurück kann man das Marzilibähnli nehmen. Eine Einzelfahrt kostet 1.40.

  • mona am 04.08.2017 12:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    soso

    Mit wesen Geld soll das Finanziert werden ? Wohl kaum von denen welche das Fordern.

    • Spidi am 04.08.2017 13:02 Report Diesen Beitrag melden

      Zukunft

      Kosten bei mal Seite! Denkt an die Zukunft. Warum der Aare Zugang an Bewohnern nicht erleitern? Das Projekt muss ja noch Verarbeitet werden. Nuch zu und schauen was da rauskommt.

    • grufti_ch am 04.08.2017 13:13 Report Diesen Beitrag melden

      Naja

      @Spidi: und für wen genau wären diese Rutschen gedacht? Gesunde und Junge haben wohl auch heute kein Problem, an die Aare zu kommen, aber würden Ältere oder Behinderte diese Rutschen benutzen können? Fraglich. Wohl doch eher ein Fun-Park auf Kosten der Steuerzahler.

    • mona am 04.08.2017 17:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Spidi

      Es gibt das Marzilibähnli und den Lift bei der Münsterplattform. Den Jungen Schadet es nichts ein paar Schritte zu Laufen.

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