Cupfinal 2018

06. Februar 2019 11:14; Akt: 06.02.2019 11:14 Print

Polizei zieht Fussballfans zur Rechenschaft

Die Kantonspolizei Bern hat die Ermittlungen im Zusammenhang mit Zwischenfällen rund um den Cupfinal von Ende Mai 2018 in Bern abgeschlossen. Zehn Männer wurden angezeigt.

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De Fanmarsch der Berner führte durch die Altstadt. Über die Nydeggbrücke ging es zum Stade de Suisse. Der Marsch wurde von einem Polizeiaufgebot begleitet. Der Berner Fanspaziergang blieb friedlich. Es wurde gesungen und immer wieder wurden Fackeln gezündet. Über der Altstadt hingen teilweise dichte Rauchschwaden. Auf der Marschroute wurde immer wieder Feuerwerk gezündet. Die YB-Fans zogen über die Nydeggbrücke. Die Zürcher Fans starteten ihren Marsch in der Länggasse. Auch auf der Zürcher Seite wurde einiges Material abgebrannt. Es wurden Zwischenhalts bei Imbissbuden und Tankstellenshops gemacht. Die Zürcher liefen via Länggasse durchs Nordquartier zum Stade de Suisse. Rund um den Falkenplatz blieb Müll liegen. Mehrere hundert FCZ-Fans marschierten etwa zeitgleich vom Falkenplatz los in Richtung Stadion. Auch vereinzelte Regentropfen konnten der guten Stimmung nichts anhaben. Mit Feuerwerk und lautem Gesang zogen die Berner Fans durch die untere Altstadt. Auch hier haben sich mehrere hundert Fans versammelt. Zeitgleich haben sich die YB-Fans auf dem Bärenplatz für den Abmarsch bereit gemacht. Auf dem Falkenplatz formierten sich die Zürcher für den Marsch zum Stade de Suisse. Mehrere hundert Supporter strömten vom Bahnhof zum Falkenplatz. Kurz nach 10 Uhr sind die FCZ-Fans in Bern eingetroffen. Bevor die Extrazüge aus Zürich eingetroffen sind, war an der Sidlerstrasse, wo sich die FCZ-Fans versammeln, nicht viel los. Nur vereinzelte Polizisten sind zu sehen. Urs und Jüre verfolgen YB seit Jahrzehnten. Dass man heute das Double schafft, ist ihnen wichtig. «Grosse Nervosität, grosse Vorfreude». So fassen Astrid, Kevä und Alain ihre Gemütslage zusammen. Die Stärkungen für diesen Fussballsonntag reichen von Kaffee und Gipfeli bis zu Bier. Bereits ab 9 Uhr haben sich YB-Fans auf dem Bärenplatz versammelt.

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Diebstähle, das Zünden von Leuchtkörpern und Vandalismus: Auch beim Cupfinal vom Mai 2018 brachen einige Fussballfans aus Bern und Zürich das Gesetz. Nun hat die Kantonspolizei Bern die Ermittlungen zu verschiedenen Zwischenfällen rund um den Cupfinal YB gegen FCZ abgeschlossen. Das Ergebnis: Zehn Männer wurden angezeigt.

Diese werden sich unter anderem wegen Widerhandlung gegen das Sprengstoffgesetz und das kantonale Vermummungsverbot zu verantworten haben. «Eine Person wurde wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte, zwei weitere wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung angezeigt», teilte die Polizei weiter mit.

Rayonverbot für Fans

Die Ermittlungen haben nun bereits erste Folgen: Gegen sieben der zehn angezeigten Personen wurden durch die Kantonspolizei Bern Rayonverbote für Sportveranstaltungen ausgesprochen.

Nicht alle Täter konnten bis anhin überführt werden. Fans aus Zürich hatten an der Standstrasse einen Tankstellenshop überfallen. Dort ermittelte die Polizei jedoch bis anhin gegen unbekannt. «Der angezeigte Sachschaden und der Wert des bei den Diebstählen erbeuteten Deliktsguts belaufen sich auf mehrere tausend Franken», teilte die Polizei mit.

(miw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Polizioto am 06.02.2019 12:08 Report Diesen Beitrag melden

    Lachanfall.............

    Das nennt sich Rechenschaft in der Schweiz.

  • Anony Mouse am 06.02.2019 14:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rayonverbot weil Ungehorsam

    Wow, denen habt ihr es aber gezeigt... *rolleyes* Die Ermittlungskosten gegen natürlich zu Lasten vom Staat.

  • Chupachup am 06.02.2019 14:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So sieht es aus

    Nicht die Polizei zieht die Personen zur Rechenschaft sondern Staatsanwaltschaft und Gerichte.Die Polizei bringt Personen nur zur Anzeige.Im Ordnungsbussensystem kann die Polizei sanktionieren.In diesem Fall wird wieder nichts passieren.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Anony Mouse am 06.02.2019 14:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rayonverbot weil Ungehorsam

    Wow, denen habt ihr es aber gezeigt... *rolleyes* Die Ermittlungskosten gegen natürlich zu Lasten vom Staat.

  • Chupachup am 06.02.2019 14:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So sieht es aus

    Nicht die Polizei zieht die Personen zur Rechenschaft sondern Staatsanwaltschaft und Gerichte.Die Polizei bringt Personen nur zur Anzeige.Im Ordnungsbussensystem kann die Polizei sanktionieren.In diesem Fall wird wieder nichts passieren.

  • Polizioto am 06.02.2019 12:08 Report Diesen Beitrag melden

    Lachanfall.............

    Das nennt sich Rechenschaft in der Schweiz.