43-Jähriger bedroht Frau in Dulliken

02. Februar 2019 08:59; Akt: 02.02.2019 15:41 Print

«Ich traue ihm alles zu»

In der Nacht auf den Samstag bedrohte ein Mann in Dulliken SO seine Frau mit einer Waffe. Die Polizei konnte die Situation schliesslich unter Kontrolle bringen. Nachbarn sind wenig erstaunt.

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Die Polizei ist in Dulliken SO wegen häuslicher Gewalt im Einsatz.

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Die Kantonspolizei Solothurn hat bei einem Grosseinsatz am Samstag in Dulliken SO einen bewaffneten Mann davon überzeugen können, sich zu ergeben. Der 43-jährige gebürtige Italiener hatte sich in seiner Wohnung verschanzt und seine Frau bedroht.

Die Meldung über einen Streit in einem Mehrfamilienhaus war gegen 1.30 Uhr eingegangen, wie die Kantonspolizei Solothurn am Samstag mitteilte. Als die Einsatzkräfte am Tatort eintrafen, verliess eine Frau fluchtartig die Wohnung. Sie berichtete den Beamten, dass sie von ihrem Mann mit einer Waffe bedroht worden sei.

Nachbarn mussten Wohnungen verlassen

Die Polizei verzichtete auf eine sofortige Intervention und forderte stattdessen Verstärkung an. Mehrere Bewohner des Hauses wurden aufgefordert, die Liegenschaft sicherheitshalber zu verlassen. Eine Gefährdung habe aber nicht bestanden.

In der Folge versuchten die Beamten, mit dem Mann Kontakt aufzunehmen. Das sei ihnen schliesslich mit Hilfe eine Bezugsperson auch gelungen, hiess es weiter. Gegen 13.15 Uhr hätten sie den Mann davon überzeugen können, seine Wohnung friedlich zu verlassen.

Er wurde von der Polizei angehalten und werde zur Zeit medizinisch betreut. Danach soll er «einer geeignete Institution zugeführt» werden

«Er hat einen furchterregenden Eindruck gemacht»

Wie eine Nachbarin vor Ort sagt, fiel der Mann schon seit längerer Zeit negativ auf. «Er war schon früher gewalttätig geworden und wurde auch schon gegenüber Nachbarn handgreiflich», erzählt sie 20 Minuten. «Das Verhalten jetzt erstaunt mich nicht, ich traue ihm alles zu.» Eine Familie sei auch schon wegen des Mannes weggezogen.

Dies bestätigt auch ein anderer Anwohner. Auch er nahm den Italiener als bedrohlich war. «Er hat einen furchterregenden Eindruck gemacht, lief oft mit Kapuze durch das Quartier. Ich gehe davon aus, dass er die Mietwohnung jetzt endgültig verlieren wird. Dann werden wir alle hier im Quartier wieder besser schlafen.»



(Video: 20 Minuten)

(bee/cho /20 Minuten)