05. April 2005 22:05; Akt: 05.04.2005 22:06 Print

Prinz-Club: Ende Monat ist Schluss

Letzte Runde im Berner Prinz-Club: Ende Monat macht das ehemalige Schwulen-Lokal dicht.

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Frisch, frech und nonkonform sollte der Prinz-Club sein. «Aber von dem, was ich mir ursprünglich vorgenommen habe, ist nicht mehr viel übrig», sagt Steph Geiger. Er ist deshalb gar nicht so traurig darüber, dass er die Schlüssel bald abgeben muss. Erst fünf Monate ist es her, seit der Prinz-Club im ehemaligen Tonis eröffnet wurde.

Für kurze Zeit gelang es Geiger und seinem Team, die Berner Gay-Szene aufzumischen. Doch bald war Ebbe im Schwulenclub: «Aus unserer Sicht war der Laden hal bvoll, aber böse Zungen behaupteten, er sei ständig halb leer», sagt Geiger.

Ein neues Konzept musste her. Ab November wurde der Prinz offiziell heterosexuell. Aber trotzdem nicht rentabel: «Es kam zu finanziellen Engpässen», bedauert Geiger. In letzter Zeit wurde das Lokal hauptsächlich an externe Veranstalter vermietet. So auch für die Abschlussparty. Uni-Studenten organisieren die Ustrinkete am 30. April. Über die Nachfolge wird noch verhandelt. Es gebe genug Interessenten, die das Lokal übernehmen wollen.

Patrick Marbach