Jagdsaison

26. Mai 2013 21:27; Akt: 26.05.2013 21:27 Print

Profi-Mäusejäger lässt den Nagern keine Chance

von Claudio Gagliardi - Feldmäuse im Emmental haben es nicht leicht. Profimauser Robert Mosimann hat zur Jagd auf die Nager geblasen.

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Robert Mosimann hat in diesem Jahr besonders viel Arbeit. (Bild: Alessandro Meocci)

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Mit 250 Fallen geht Robert Mosimann im Emmental auf Mäusejagd. «In einer guten Woche fange ich bis zu 150 Mäuse», sagt der bodenständige 45-Jährige nicht ohne Stolz.

Die Arbeit in der Natur macht ihm Spass, auch wenn es im Moment öfters regnet. Zu seinen Kunden zählen Bauern und Obstgärtner aus der Region, bezahlt wird er im Stundenlohn. Als er das Mausen noch als Hobby betrieb, gab es eine Kopfprämie von Franken 1.50 pro Maus.

Kein Gift, kein Gas

Nach gesundheitlichen Problemen hat der ehemalige Landwirt ins Mäusekiller-Business gewechselt. Trotz seines Berufs ist Mosimann ein Tierfreund. «Ich will Mäuse nicht unnötig leiden lassen», so der Emmentaler. Er braucht weder Gift noch Gas, um den Mäusen zu Leibe zu rücken: «Meine mechanischen Fallen töten die Mäuse sofort. Sie müssen nicht leiden wie bei Leim- oder Giftfallen.» Die toten Mäuse verfüttert er seinen Katzen oder wirft sie in den Wald. Dort werden sie von Vögeln und Füchsen verzehrt.

Der vergangene lange Winter war gut für die Mäuse. Durch den vielen Schnee waren sie vor Feinden geschützt und können sich nun gut vermehren. «Von einer einzige Maus können in einem Jahr mehrere Tausend Nachkommen abgeleitet werden», sagt Mosimann. Die Arbeit wir ihm also noch lange nicht ausgehen.

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