Demonstration

28. Juni 2017 10:25; Akt: 28.06.2017 14:56 Print

Protest in Bern gegen Gay-Pride-Verbot in Istanbul

Etwa achtzig Menschen haben am Dienstagabend gegen das Gay-Pride-Verbot in Istanbul demonstriert. An einem Umzug protestierten sie gegen das Vorgehen der türkischen Behörden.

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Die türkischen Behörden hatten vergangenen Sonntag den geplanten Gay-Pride-Marsch in Istanbul verboten. Sie machten Sicherheitsbedenken geltend. Aktivisten, die dennoch demonstrieren wollten, wurden von der Polizei mit Gummigeschossen und Tränengas vertrieben. Dies sorgte weltweit für Kritik. «Ungerecht!» fanden auch Berner.

So kam es am Dienstag in Bern zu einer Demonstration. Der Umzug startete am Thunplatz im Berner Kirchenfeldquartier und führte in das dortige Botschafterviertel mit der türkischen Botschaft als Ziel. Die Demonstrierenden schafften es aber nur in die Nähe der Botschaft, denn das Strassenstück direkt vor dem Botschaftsgebäude war bereits im Voraus beidseitig verriegelt worden. Mehrere Polizeiwagen waren zugegen, um den Umzug zu überwachen.

Apell an den Bundesrat

Doch ihre Meinung konnten sie dennoch kund geben: Das Verbot der früher erlaubten Gay Pride zeige, wie undemokratisch Erdogans Türkei geworden sei und sich langsam ins Mittelalter zurückkatapultiere, schrieben die Homosexuellen Arbeitsgruppen Bern (hab) auf ihrer Website.

Ein Appell der Demonstrierenden ging an den Bundesrat: Die Landesregierung solle diplomatische Massnahmen für den Schutz der lesbischen, schwulen, transgender und intersexuellen Minderheit in der Türkei ergreifen.

(stm/sda)