Courtelary BE

15. Juni 2018 12:44; Akt: 15.06.2018 12:44 Print

Rega rettet Kuh nach neun Tagen aus Abgrund

Während der Sömmerung auf einer Alp bei Courtelary haute eine junge Kuh unbemerkt ab und stürzte in einen Abgrund. Die Rega konnte sie nach neun Tagen Abwesenheit unbeschadet bergen.

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Normalerweise lebt sie auf einem Hof in Kirchlindach BE. Doch für die Sömmerung wurde das einjährige Rind Natalie auf einen Pachthof oberhalb des bernischen Courtelary gebracht. So weit, so gut, doch als die Kuhherde in Frémont ankommt, ist Natalie verschwunden.

Tagelang Gegend durchkämmt

«Einige Tiere überquerten einen Weiderost, um auf die Nachbarsweide von la Petit-Douanne zu kommen», erzählt Manfred Bühler, dessen Cou-Cousine in der Nähe wohnt, gegenüber «Le Matin». Der SVP-Nationalrat ist als Lokalkorrespondent beim «Journal de Jura» tätig und schrieb bereits in ebendieser Zeitung über den Vorfall.

Zurück zu Natalie: Nach zwei Tagen fällt der Hirtin Heidi Rüegg beim Appell auf, dass ein Tier fehlt. Umgehend macht sie sich auf die Suche. Tagelang durchkämmt sie die Gegend, um das Rind zu finden. Fast bis zum Grund des Creux de Glace («Eisloch») dringt sie vor, doch da es dort unheimlich steil ist, beendet Rüegg die Suche an dieser Stelle.

Schnee rettet Natalie das Leben

«Ausserdem bemerkte sie, dass alle Zäune intakt waren und die Kuh auch keine sonstigen Spuren hinterlassen hatte», berichtet Bühler. Erst neun Tage nach dem Verschwinden hört eine Gruppe junger Sportler das Bimmeln einer Glocke. Sofort schlagen sie Alarm. Die Information der gefundenen Kuh gelangt zu deren Besitzer in Kirchlindach, der die Rega avisiert, sein Rind zu bergen.

Eine vierzig Meter hohe Felswand wird Natalie mit einem speziellen Geschirr hochgehievt. «Wie durch ein Wunder war die Kuh bis auf einige Kratzer unverletzt geblieben», erklärt Bühler. Der Schnee in der Grotte habe wohl den Fall des Rinds abgefedert. «Ein Knochenbruch wäre fatal gewesen.» Und Schnee und Eis hatten noch weitere positive Effekte: Dank des gefrorenen Wassers hatte Natalie neun Tage lang etwas zu trinken und verdurstete nicht.

(ber)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ruadhnaid am 15.06.2018 13:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hut ab!!

    Wow, Gratulation und grosses Kompliment an Besitzer und Hirtin, welche ihren Beruf offensichtlich sehr ernst nimmt und diese Mühe auf sich genommen hat! Bravo, auch an die REGA!

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  • Annebäbi am 15.06.2018 13:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Et Voila

    Und genau deswegen ziehen wir Bauern den Kühen Weideglocken an!

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  • Rita I. am 15.06.2018 13:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Super das ist Tierliebe und so muss man mit allen Lebewesen umgehen!!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Vera am 15.06.2018 17:36 Report Diesen Beitrag melden

    Neben der Rega gibt es noch die GTRD

    Es ist nicht nur die Rega die tolle Arbeit für kranke oder verunglückte Tiere leistet sondern auch die Spezialisten der Grosstierrettung. Die GTRD besteht soweit ich weiss ausschliesslich aus einem Netzwerk von Freiwilligen, die sich Tag und Nacht der Tierrettung/Tierbergung widmen.

  • Herr Paternoster Live us de Chnelle am 15.06.2018 14:45 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    die Kuh Muh scheint 7 Leben zu haben

  • Stefy am 15.06.2018 14:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    Nur Danke kann man sagen.

  • Heidi Heidnisch am 15.06.2018 14:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gnadenbrot

    Ich hoffe sehr, dass dieses Rind nicht im Schlachthof landet, nach soviel gutem Karma.

  • Claudia am 15.06.2018 14:00 Report Diesen Beitrag melden

    Alles gute Natalie

    Was für ein tierisches Erlebnis. Da bin ich doch sehr gerne Rega Gönner.