Berner Tourismus

07. Januar 2016 12:13; Akt: 07.01.2016 13:27 Print

Rekord im Oberland, gutes Ergebnis in Bern

Mehr als eine Million Besucher auf dem Jungfraujoch: Die Jungfraubahnen erzielten 2015 das beste Ergebnis in ihrer Geschichte. Freuen darf sich auch die Berner Hotellerie.

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Die Jungfraubahnen profitierten 2015 erneut von der steigenden Nachfrage aus Asien. (Bild: Keystone/Alessandro Della Bella)

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1'007'000 Personen besuchten im Jahr 2015 das Jungfraujoch, was einer Zunahme von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit dem besten Ergebnis in der Geschichte der Gesellschaft entspricht. Der millionste Gast wurde am 30. Dezember gezählt.

Die Bahnen profitierten 2015 erneut von der steigenden Nachfrage aus Asien, wie die Jungfraubahn Holding am Donnerstag mitteilte.

Auch die anderen zur Gruppe gehörenden Bahnen steigerten die Besucherfrequenzen. Die Harderbahn verzeichnete ein Plus von 18 Prozent auf 317'000 beförderte Personen – ebenfalls Rekord. Die Firstbahn erzielte einen Anstieg der Passagierzahlen von 2,5% auf 602'000 Personen und die Mürrenbahn transportierte mit 410'000 Personen 1,7 Prozent mehr Gäste als im Jahr zuvor.

Dagegen gestalte sich wegen der anhaltend warmen Temperaturen und des wenigen Schnees der Start der Jungfrau Ski Region in die Wintersaison 2015/2016 wie im Vorjahr schwierig, heisst es weiter. Vom Saisonstart bis zum 2. Januar 2016 registrierte die Jungfrau Ski Region 150'000 Besucher und verzeichnete damit gegenüber der gleichen Periode vor einem Jahr einen Rückgang von 3,8 Prozent.

Unterdurchschnittliche Winterstarts

Im langjährigen Vergleich seien die beiden letzten Wintersaisonstarts 2014 und 2015 unterdurchschnittlich ausgefallen, teilt die Gesellschaft mit. An der Jungfrau Ski Region ist die Jungfraubahn-Gruppe zu 60 Prozent beteiligt.

Auch in der Stadt Bern zeigen sich die Touristiker zufrieden: Die Berner Hotels waren im vergangenen Jahr trotz Frankenstärke gut ausgelastet. 714'000 Übernachtungen zählte die Stadt – 4000 weniger als im Rekordjahr 2014. Dies entspricht einem Rückgang von 0,6 Prozent.

Topresultat nicht erwartet

Bei der Zahl der Logiernächte handle es sich um ein «Topresultat, das wir so nicht erwarten durften», wird Markus Lergier, Direktor von Bern Tourismus, in der Medienmitteilung vom Donnerstag zitiert. Zum leichten Rückgang beigetragen hätten nebst der Frankenstärke die vorübergehenden Schliessungen der Hotels Astoria, Savoy und Ibis.

Die Gründe für das dennoch gute Resultat sieht Lergier im anhaltenden Boom von Städtereisen wie auch in der hohen Qualität der Berner Produkte und Dienstleistungen. Dort gelte es, den Hebel weiterhin anzusetzen. «Aufrichtige Gastfreundschaft, die von Herzen kommt – dieses Alleinstellungsmerkmal können wir als Gastgeber mit voller Hingabe selbst erreichen», heisst es.

Gute Aussichten

Für 2016 zeigt sich Bern Tourismus zuversichtlich. Nebst zahlreichen Kongressen und Messen stehen dieses Jahr auch sportliche Grossereignisse an: Die Stadt Bern ist sowohl Gastgeber der Europameisterschaften im Kunstturnen (25.5.bis 5.6.) als auch Etappenort der Tour de France (18. bis 20.7.).

2014 hatten die Berner Hotels mit 718'000 Übernachtungen ein Rekordjahr verzeichnet, was einer Zunahme von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die 700'000er-Marke war erstmals 2013 geknackt worden.

(nc/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ex-News-Leserin am 07.01.2016 12:42 Report Diesen Beitrag melden

    das Tüpfchen auf dem i

    und jetzt also so... kann man nicht zeitgleich zu dieser schönen "Geschichte" auch genau das Gegenteil zu diesem Thema lesen? In der gleichen Zeitung? soviel zu glaub- und unglaubwürdigen News..

  • gugusli am 07.01.2016 15:16 Report Diesen Beitrag melden

    ... und "man" will noch mehr!

    Wer schon einmal an einem Spitzentag auf dem Jungfraujoch war, der weiss, dass es da oben eng, ja sehr eng werden kann! - Aber, was soll's: mit einer neuen Luftseilbahn von Grindelwald zum Eigergletscher sollen noch mehr Gäste nach oben "gepumpt" werden... Hochmut kommt vor dem Fall!

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  • Jürg Greiff am 07.01.2016 15:47 Report Diesen Beitrag melden

    Jammeri?

    Wenn man all die Kommentare liest wird man das Gefühl nicht los, dass eine große Portion Neid mitschwingt. Im BO wird eben nicht gejammert, sondern man packt an!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Biberli am 08.01.2016 08:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nachfrage

    Setzen die sich jetzt endlich mal hin beim Pinkeln?

  • Geissenpeter am 07.01.2016 15:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke Asien

    unsere von der Wirtschaft und Politik hoch gelobten Brüder aus Europa haben uns den Rücken gekehrt und wir kriechen denen immer noch in den Allerwertesten. Dabei sind unsere wahren Freunde im fernen Osten.

  • Jürg Greiff am 07.01.2016 15:47 Report Diesen Beitrag melden

    Jammeri?

    Wenn man all die Kommentare liest wird man das Gefühl nicht los, dass eine große Portion Neid mitschwingt. Im BO wird eben nicht gejammert, sondern man packt an!

    • Pluder Murra am 07.01.2016 19:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jürg Greiff

      Ich war in den Tagen vor Silvester in der Region Kleine Scheidegg und kann bestätigen, dass viele Menschen aufs Joch giengen, da noch eine Antion war, die am 6.1.2016 nicht mehr galt.

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  • Olaf Rustle am 07.01.2016 15:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Komisch

    Hat es nicht Mal geheissen, der starke Franken schade dem Tourismus?

    • Sugus-ch am 07.01.2016 15:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Olaf Rustle

      Der Tourismus ist sehr vielseitig, auch wenn die allgemeine Lage schwierig ist, gibt es immer einige Bereiche in denen es gut läuft.

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  • gugusli am 07.01.2016 15:16 Report Diesen Beitrag melden

    ... und "man" will noch mehr!

    Wer schon einmal an einem Spitzentag auf dem Jungfraujoch war, der weiss, dass es da oben eng, ja sehr eng werden kann! - Aber, was soll's: mit einer neuen Luftseilbahn von Grindelwald zum Eigergletscher sollen noch mehr Gäste nach oben "gepumpt" werden... Hochmut kommt vor dem Fall!

    • Gusti Eiger am 07.01.2016 16:16 Report Diesen Beitrag melden

      WAB sanieren

      Da hast Du recht, die geplante Luftseilbahn ist eine Schnapsidee in Sondergüte und verschandlet die ganze schöne Landschaft. Mit dem gleichen Geld könnte das Trassee und das Rollmatearial der WAB von Grindelwald zur Kleinen Scheidegg so saniert werden, dass längere Züge etwas schneller fahren könnten. Hoffentlich gewinnen die Einsprachen des Naturschutzes.

    • tipfeler am 08.01.2016 18:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Gusti Eiger

      Es könnte mit einer Anpassung auf 1m-Gleise auch einen Direktzug Interlaken-Joch geben. Ist doch idiotisch gebaut jetzt. Die Luftseilbahn ist eine unzureichende Lösung.

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