1,6 Kilometer in eiskaltem Wasser

31. Januar 2019 18:24; Akt: 31.01.2019 18:24 Print

Berner Extremsportler will die «Ice Mile» schaffen

Der Berner Adrian Alejandro Wittwer (32) will als erster die Ice-Mile-Challenge in der Schweiz schwimmen. Ob er die Herausforderung schafft, zeigt sich diesen Samstag.

Impressionen von Adrian Wittwer als Eisschwimmer. (Video: miw/ 20 Minuten)
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Adrian Alejandro Wittwer aus Bolligen hat keine Angst vor Kälte: Als erster Schweizer will er nur in Badehosen und mit einer Schwimmboje ausgerüstet im eiskalten Aarewasser 1,6 Kilometer schwimmen. Dafür wird er rund 35 Minuten brauchen. Am 2. Februar stellt er sich im Berner Lorraine-Bad der Herausforderung. Dort wird er die Strecke im Becken zurücklegen. Das Spezielle: Zum ersten Mal wird dabei die sogenannte «Ice Mile» der International Ice Swimming Association in der Schweiz geschwommen.

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Laut dem Reglement sind dies 1,6 Kilometer, die in einer Wassertemperatur von 5 Grad oder weniger bewältigt werden. Der Teilnehmer darf die Strecke nur in Badehosen, Schwimmkappe und -brille absolvieren. Als einzige Hilfe darf er eine Schwimmboje dabei haben. Jede geschwommene Meile wird im «IISA Ice Mile Record Book» aufgenommen.

Gut vorbereitet

Wieso tut er sich dies an? «Mir macht das Eisschwimmen unglaublich viel Spass», erzählt Wittwer gegenüber 20 Minuten. Seit knapp vier Jahren widmet er sich diesem Extrem-Sport. Er nahm an verschiedenen Wettkämpfen im Ausland teil, so etwa am Ice Swimming German Open oder bei der Weltmeisterschaft 2018 in Tallinn (Estland). «Mitte März werde ich in Murmansk (Russland) beim Ice Swimming World Championship 2019 vom Startblock springen», so der 32-Jährige.

Auf sein aktuelles Vorhaben vom kommenden Samstag hat er sich ebenfalls gut vorbereitet: Täglich trainiert Wittwer mindestens eine halbe Stunde mit der Schwimmboje in der Aare. Am Samstag wird dann auch ein Team, bestehend aus einem Arzt, der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft, Samariter und einem Kanufahrer, dabei sein.

Hände und Füsse schmerzen

Ein bisschen Lampenfieber hat der 32-Jährige schon: «Ich bin ein wenig nervös. Der Druck ist schon hoch. Aber ich bin gut vorbereitet.» Sein Körper habe die Bewegungsabläufe automatisiert und sei an die kalte Temperatur des Aarewassers gewohnt. Ganz schmerzfrei werde es aber wohl nicht: In Händen und Füssen fange es mit der Zeit an zu kribbeln – dies entwickele sich dann zu einem richtigen Schmerz. «Das Gefühl ist äusserst unangenehm. Vor allem dann, wenn auch noch die Wärme aus dem Kopf weicht», so der Sportler.

Eisschwimmen sei in der Schweiz noch nicht so bekannt. Dem möchte er entgegenwirken: «Die Sportart soll durch diese Veranstaltung bekannter werden». In der Schweiz werde es häufig belächelt. «Mein Ziel ist es, später den ersten Ice Swimming Verband der Schweiz zu gründen», gibt Wittwer bekannt.

(pal)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Vreni am 31.01.2019 18:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schwimmen

    Brrrrr. Mir stehen schon alle Haare zu Berg

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  • Schwimmerin am 31.01.2019 19:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    17 Grad sind schon SEHR frisch

    Respekt, ich schwimme im Sommer bzw Anfang Saison bei 17 Grad einen Kilometer .... dies ist jedoch bereits grenzwertig brrrrrr.

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  • René B. am 31.01.2019 19:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Brrrrrr!

    Da frier ich schon nur beim zusehen. Respekt für solche Leistungen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Nadezhda Pavlova am 01.02.2019 10:24 Report Diesen Beitrag melden

    Du bist gut! Viel Glück))

    Ich werde dich in Murmansk bei den Wettbewerben unterstützen ! Du bist gut! Ich Wünsche Ihnen viel Glück! Lass es dich schaffen) und die gelieferten Pläne werden wahr werden)

  • Dieter am 01.02.2019 07:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kalt..nein danke

    Ich bleibe lieber ein warmduscher..ist viiieeeel geiler

    • Barbara am 01.02.2019 10:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Dieter

      zu zweit noch viel viel viel schöner

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  • p.s87 am 01.02.2019 00:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kalte Füsse

    Besser als die Green oder Red.....flach.. Ich wurde schon oft ins kalte Wasser geworfen, aber dies hier ist so eine Sache auf die ich nie Selbst kommen würde. Respekt

  • icecrack am 31.01.2019 21:48 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Problem

    Das ist keine grosse Leistung. Sobald er im Wasser ist und sich ein bisschen bewegt, wird ihm wohlig warm. Ich kenn das vom Freibad.

    • Sunny am 31.01.2019 22:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @icecrack

      Im Freibad ist das Wasser niemals so kalt!!!!

    • Dani B. am 01.02.2019 03:05 Report Diesen Beitrag melden

      icecrack hat recht

      Wenn ich in die heisse Badewanne steige, ist es auch nur in der ersten halben Minute unangenehm. Übrigens: In einer Badewanne habe ich auch den Smiley erfunden...

    • Ueli S. am 01.02.2019 12:48 Report Diesen Beitrag melden

      Das ist Aarewasser

      Das Lorrainebad wird meines Wissens zu 100 Prozent durch die daneben fliessende Aare gespiesen. War früher viel dort schwimmen, auch mit den Forellen ..

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  • Idlewild am 31.01.2019 21:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Können oder sein lassen

    Ich frage mich jeweils: Ist was man kann auch nützlich? Ist was man kann auch gesund? Hat ausser mir, eine breitere Gruppe von Menschen einen Nutzen davon dass ich mir Potentiell Schaden zufüge ? Die Antwort sollte sich derjenige der ES KANN selber beantworten