07. April 2005 17:19; Akt: 07.04.2005 17:19 Print

Schlachthofareal soll im Baurecht abgegeben werden

Das Schlachthofareal im Berner Wankdorfquartier soll im Baurecht an Investoren abgeben werden.

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Die entsprechende Abstimmungsbotschaft und ein Kreditbegehren für Vorleistungen über 20,8 Mio. Franken hat der Gemeinderat ans Parlament überwiesen.

Ende 2005 wird der seit rund 80 Jahren bestehende Betrieb im Schlachthof endgültig eingestellt. Das Areal soll danach als Bestandteil des Entwicklungsschwerpunkts Wankdorf für Nutzungen im Bereich Dienstleistungen und Gewerbe zur Verfügung gestellt werden.

Den dafür notwendigen Wechsel des Grundstücks vom Verwaltungs- ins Finanzvermögen hatten die Stadtberner Stimmberechtigten bereits 2003 bewilligt. Mit der nun vorgesehenen Abgabe von Baufeldern ermöglicht die Stadt die Erstellung von rund 85 000 Quadratmetern Bruttogeschlossfläche für Dienstleistungen und Gewerbe.

Die Stimmberechtigten sollen den Grundsatzentscheid fällen, dass die Stadt Bern das Dienstleistungs- und Gewerbebauland im Baurecht an Dritte abgeben kann, wie der städtische Informationsdienst am Donnerstag mitteilte. Der Gemeinderat wird dabei ermächtigt, die einzelnen Baurechtsverträge abzuschliessen.

Gegenstand der Vorlage ist zudem ein Kredit von 20,8 Mio. Franken. Er beinhaltet die Planungsmehrwert-Entschädigungen, die Kosten für den Abbruch der Schlachthofanlagen und die Entsorgung von Altlasten sowie den Aufwand für Zinsen und Vermarktung. Knapp 10 Mio. Franken sollen später via Mehrwertabschöpfung und die Überwälzung der Strassenbeiträge auf die Käufer an die Stadt zurückfliessen.

Wie gross der Erlös für das Areal dereinst sein wird, ist laut Mitteilung noch offen. Eine Schätzung geht von einem Verkehrswert rund 60 Mio. Franken aus. Klar sei, dass der Gemeinderat eine qualitativ gute Überbauung bei einem bestmöglichen Erlös anstrebe.

(sda)