Walliser Gericht urteilt

03. März 2020 13:43; Akt: 03.03.2020 13:48 Print

Haft und Landesverweis nach blutiger Schlägerei

Am Montag standen zehn Kollegen aus dem Unterwallis vor Gericht. Die Truppe hatte einen Gärtner wüst verprügelt. Doch auch dieser wurde verurteilt.

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Das Walliser Kantonsgericht befasst sich aktuell mit einer Schlägerei aus dem Jahr 2017. Damals kam es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen zehn Jugendlichen und einem Landschaftsgärtner aus der Walliser Gemeinde Monthey. Der brutale Streit spielte sich vor einer örtlichen Bar ab.

Auf den Landschaftsgärtner wurde mehrfach eingestochen; auch Flaschen waren beim Kampf im Spiel. Dass die Auseinandersetzung heftig war, zeigt ein Bild, dass in der Tatnacht aufgenommen wurde: Nach der Schlägerei sah man auf der Strasse von Monthey eine lange Blutspur.

Nun hat das Walliser Kantonsgericht am Montag in zweiter Instanz sein Urteil verkündet. Insgesamt wurden acht der zehn jungen Angeklagten zu Gefängnisstrafen verurteilt. Die Strafen aus erster Instanz wurden nach dem Berufungsverfahren für einige Täter erhöht, wie lenouvelliste.ch berichtet. So wurde der Haupttäter zu fast fünf Jahren Gefängnis verurteilt, während er im ersten Prozess noch mit vier Jahren bestraft wurde.

Ausweisung für einen Kosovaren und einen Portugiesen

Einer der Verurteilten stammt aus Portugal, ein weiterer aus dem Kosovo. Sie beide werden nach Verbüssen der Haftstrafe des Landes verwiesen.

Auch das Opfer, der Landschaftsgärtner, musste übrigens vor dem Richter antraben. Das Kantonsgericht verurteilte den Mann – der im Kampf Stichwunden davon getragen hatte – zu einer bedingten Freiheitsstrafe von fünf Monaten.

(db/apn)