Bulle FR

28. Januar 2020 15:38; Akt: 28.01.2020 15:55 Print

Coronavirus-Scherz ging nach hinten los

Ein Gymeler aus Bulle FR verschickte im Namen seines Rektors eine Mail an seine Kameraden. Darin behauptete er, es gebe einen Coronavirus-Fall an der Schule.

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Ein Schüler des Collège du Sud im freiburgischen Bulle hat sich einen schlechten Scherz erlaubt Am Sonntag fälschte er eine Mail und verkündete im Namen von Rektor François Genoud den Super-GAU: «Nach einem bestätigten Coronavirus-Fall in unserer Schule haben wir beschlossen, den Unterricht bis auf weiteres ausfallen zu lassen», heisst es darin. Viele Eltern der rund 1480 Schüler hätten am Montagmorgen die Schule kontaktiert. «Die meisten waren nicht beunruhigt und vermuteten, dass es eine Fälschung war. Aber es stimmt – ich ertrinke derzeit in Anrufen», sagt der Rektor verärgert. Die Abwesenheitsrate sei am Montag schliesslich nicht höher als üblich gewesen. Der Schulleiter findet die Aktion alles andere als lustig: «Unter den gegenwärtigen Umständen ist dieser Witz wirklich nicht lustig. Menschen sind an dieser Krankheit gestorben», beklagt er. Noch weiss die Schule nicht, wer hinter dieser Mail steckt, doch vermutet wird ein Schüler des Gymnasiums. Der Identitätsdiebstahl und der IT-Missbrauch werden vom Direktor ernst genommen. Wird die verantwortliche Person gefunden, könnte dies schwerwiegende Folgen haben. Am Montag bestätigte das Bundesamt für Gesundheit, dass es in der Schweiz keinen bestätigten Fall des Coronavirus gebe. Zudem gab am Dienstag das Zürcher Triemli-Spital Entwarnung für die beiden Patienten, die unter Quarantäne standen wegen Verdachts auf das Coronavirus: «Beiden Patienten geht es gut. Die Testergebnisse der Patienten fielen negativ aus», schreibt das Spital in einer Mitteilung.

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Ein Schüler des Collège du Sud im freiburgischen Bulle hat sich einen äusserst schlechten Scherz erlaubt. Am Sonntag fälschte er eine Mail und verkündete im Namen von Rektor François Genoud den Super-GAU: «Nach einem bestätigten Coronavirus-Fall in unserer Schule haben wir beschlossen, den Unterricht bis auf weiteres ausfallen zu lassen», heisst es darin.

Unzählige Anrufe ins Lehrerzimmer

Viele Eltern der rund 1480 Schüler hätten am Montagmorgen umgehend die Schule kontaktiert. «Die meisten waren nicht beunruhigt und vermuteten, dass es eine Fälschung war. Aber es stimmt – ich ertrinke derzeit in Anrufen», sagt der Rektor verärgert. Die Abwesenheitsrate sei am Montag schliesslich nicht höher als üblich gewesen.

Der Schulleiter findet diese Aktion alles andere als lustig: «Unter den gegenwärtigen Umständen ist dieser Witz wirklich nicht lustig. Menschen sind an dieser Krankheit gestorben», sagt Genoud.

Täter unbekannt

Noch weiss die Schule nicht, wer hinter dieser Mail steckt, doch vermutet wird ein Schüler des Gymnasiums. Der Identitätsdiebstahl und der IT-Missbrauch werden vom Direktor sehr ernst genommen: «Einer unserer Computerspezialisten geht der Spur nach, um den Täter zu finden.» Wird die verantwortliche Person gefunden, könnte dies schwerwiegende Folgen haben: «In einem solchen Fall kann die Strafe bis zum Schulverweis gehen», betont Genoud.

Keine bestätigten Fälle in der Schweiz

Bis Dienstag gab es in der Schweiz keinen bestätigten Coronavirus-Fall. Das Zürcher Triemli-Spital gab am Dienstagmorgen Entwarnung für zwei Personen, die unter Quarantäne standen: «Beiden Patienten geht es gut. Die Testergebnisse der Patienten fielen negativ aus», schreibt das Spital in einer Mitteilung.

(km)