Verfolgungsjagd in Bern

15. August 2019 18:34; Akt: 15.08.2019 20:02 Print

Schüsse abgefeuert – Projektil trifft Fluchtauto

Die Polizei gibt neue Details zur Verfolgungsjagd vom Mittwoch in Bern bekannt. Zudem wurde für den Lenker des Fluchtwagens U-Haft beantragt.

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Augenzeugen, die am Mittwochnachmittag die Verfolgungsjagd der Berner Polizei auf einen Fluchtwagen beobachteten, wähnten sich in einem Actionfilm. Auf offener Strasse schossen Polizisten aus dem Dienstfahrzeug auf den schwarzen voranpreschenden Wagen. «Es hörte sich an wie ein Feuerwerk», sagt eine Leser-Reporterin.

20 Minuten hat bei der Kantonspolizei am Tag nach dem Vorfall nachgefragt, um Genaueres über die Schussabgabe zu erfahren. Laut Polizei waren es tatsächlich mehrere Schüsse, die auf den Fluchtwagen abgefeuert wurden – «gezielte Schüsse», sagt Polizeisprecher Dominik Jäggi. Der Fluchtwagen sei getroffen worden.

«Alle Polizisten werden für den Gebrauch der Dienstwaffe ausgebildet und absolvieren regelmässig Trainings», sagt Jäggi. Bei der Verfolgung sei so aus der Situation heraus entschieden worden, die gezielten Schüsse aus der Waffe abzufeuern.

U-Haft für Flüchtigen beantragt

Der Dienstwaffeneinsatz wird jetzt von der Staatsanwaltschaft aber noch genauer überprüft – eine Standardprozedur. Zeitgleich wird für den Geflüchteten, der später mit seinem Wagen in Ittigen in einem Gebüsch landete, Untersuchungshaft beantragt. «Der Mann befindet sich derzeit in Haft», sagt Jäggi.

Der Mann scheint kein Unschuldslamm zu sein: Der Lenker fiel auf, weil er mit zwei verschiedenen Nummernschildern unterwegs gewesen war; eines davon war als gestohlen gemeldet, das andere gehörte ihm vermutlich ebenfalls nicht. «Aus welchen Gründen die Person vor der Polizei geflüchtet ist, wird ermittelt», sagt der Polizeisprecher.

Ihren Anfang nahm die Verfolgungsjagd beim Berner Kornhausplatz. Die Polizei sucht Zeugen, die die Fahrt des schwarzen Kleinwagens beobachtet haben.

(miw)