Raclette und Chalet-Feeling

09. Oktober 2018 16:39; Akt: 09.10.2018 16:56 Print

Auf der Schütz wird es im Winter heimelig und warm

Nun sind erste Details bekannt, wie die Schützenmatte im Winter belebt wird. Das Schützenhaus soll dem Platz auch in der kalten Jahreszeit Leben einhauchen.

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Es ist ein romantisches Bild, welches der Verein Platzkultur auf die Frage «Was kommt als nächstes auf die Schützenmatte?» zeichnet. Die Rede ist von Lichterketten, Feuerschalen, warmen Decken und einem grossen, runden Zelt: «Darin wird Raclette gegessen, Bands spielen auf einer kleinen Bühne, Glühwein und eine kleiner Free-Shop laden zum Verweilen ein», sagt Christoph Ris vom Verein Platzkultur. Im Schützenhaus mit 25 Metern Durchmesser soll eine magische Zirkus- und heimelige Wohnzimmeratmosphäre herrschen.

Zwei Schiffscontainer werden darin platziert, welche als Bar und Küche dienen werden. Sie fungieren auch als Abtrennung, denn der Innenbereich soll in zwei Areale gegliedert werden: «Die Begegnungszone bietet Bar und Bühne, gemütliche Sitzmöglichkeiten und eine Trödel-Ecke», so Co-Initiator Kevin Liechti. So sollen etwa ein Bücherschrank, ein Freeshop-Brocki sowie eine Mini-Galerie für «niederschwellige Kunst» zum Trödeln und Schmökern einladen.

Wichtig zu betonen sei, dass die Begegnungszone allen offen stehe und kein Konsumzwang herrsche. Auch ein öffentlicher Anti-Foodwaste-Kühlschrank wollen die beiden Berner in einer Ecke errichten.

Mit dem Raclette-Öfeli im Restaurant

In der gegenüberliegenden Zelthälfte wird dafür das Essen im Mittelpunkt stehen. Eine gemütliche Raclette-Stube für bis zu 80 Personen soll dort Einzug halten, betrieben wird sie vom Kapitel Bollwerk: «Wir servieren Raclette wie zuhause», sagt Mitinhaber Diego Dahinden. Jeder Tisch mit einem eigenen Raclette-Öfeli ausgestattet, dazu würden verschiedenste Beilagen und Saucen serviert.

Damit Service und Bar rund laufen, haben die Club- und Restaurantbetreiber zusätzliches Personal eingestellt. «Wir haben jedoch noch nicht alle Stellen besetzt», so Dahinden.

Das Leben auf der «Winter-Schütz» soll sich jedoch nicht alleine auf das Schützenhaus beschränken. So soll etwa in einer Jurte ein zusätzliches Food-Angebot zur Verfügung stehen: Das Unternehmen Grüner Gaumen will vegane und nachhaltige Speisen anbieten. Weiter sollen Feuerschalen und verschiedene Aktionen den gesamten Platz in den kalten Wintermonaten beleben.

Zackiger Start

Nun geht es Schlag auf Schlag – bereits am Montag will Platzkultur mit den Bauarbeiten starten. «Zuerst gilt es, die beiden Schiffscontainer zu platzieren und die Holzterrasse zu bauen», so Liechti. Es gehe alles sehr schnell, aber die Stadt biete glücklicherweise Hand.

Bereits im November soll das Schützenhaus dann den Betrieb aufnehmen. Ob und wie das Zelt während dem Luna Park, welcher von 16. bis 26. November gastiert, betrieben wird, ist noch offen: «Wir fänden es schön einen Beitrag zu leisten und sehen es auch als Chance den Park von seinem verstaubten Image zu befreien», so Christoph Ris vom Platzmanagement.

(cho)