15. April 2005 05:54; Akt: 15.04.2005 00:55 Print

Schwan landete auf der A1 und legte den Verkehr lahm

Ungewöhnlicher Stauverursacher auf der Autobahn: Ein verirrter Schwan legte gestern den Morgenverkehr lahm und hielt die Polizei auf Trab.

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Einen ungeschickteren Ort für seinen Landeanflug hätte sich der Schwan nicht aussuchen können: Kurz vor
9 Uhr liess sich das Tier bei der Ausfahrt Neufeld ausgerechnet auf der Überholspur der A1 nieder und sorgte für Chaos im Morgenverkehr. Die angerückten Kantons- und Stadtpolizisten eilten dem herumwatschelnden Vogel zu Hilfe.
Solch «tierische» Einsätze sind für die Polizei keine Seltenheit: «Gerade im Frühling sind wir viel im Einsatz», sagt Flurpolizist Daniel Käser, der den Schwan unbeschadet einfing. «Während der Brutsaison retten wir jedes Jahr bis zu 300 verirrte Entenfamilien.»

Zu Fehllandungen auf Autobahnen komme es dagegen fast nie. «Ein klares Missgeschick», erklärt Matthias Kestenholz von der Vogelwarte Sempach. Schwäne seien häufig bei schwierigen Sichtverhältnissen unterwegs. «Nebel, eine nasse Fahrbahn oder Spiegelungen können die Vögel täuschen, sodass sie plötzlich Autobahnen mit Seen verwechseln.»

Für den Schwan nahm der Abstecher auf die A1 ein gutes Ende. Wie die Polizei in ihrem Protokoll vermerkte: «Er wurde zum Wohlensee überführt und hat seine Schwimmtätigkeit wieder aufgenommen.»

Raffaela Moresi