Schlechtwetterfront

02. Juli 2018 17:37; Akt: 03.07.2018 14:08 Print

Gewitter bringt Flugplan in Kloten durcheinander

Hagel, Blitze und viel Regen gehen am Dienstagmorgen in weiten Teilen der Schweiz nieder. Wo es heute trocken bleibt und ob Petrus ein Schweizer ist.

Leser-Reporter haben die Gewitter in den verschiedenen Regionen festgehalten. (Video: Leserreporter)
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Das instabile Wetter bringt auch am Dienstagmorgen in einigen Teilen der Schweiz noch Blitz und Donner. Am Vormittag trifft es überwiegend die Romandie und das Kanton Jura, hier ist örtlich mit starken Gewittern, Starkregen, kleinem Hagel und Sturmböen zu rechnen, wie das Portal «Kachelmannwetter» informiert.

Am Flughafen Zürich herrscht seit 08.36 Uhr Handlingsstopp, was bedeutet, aktuell gibt es keine Abfertigungen und damit auch keine Abflüge mehr, sagt Flughafen-Sprecherin Sonja Zöchling. Allerdings sollte sich die Lage jeden Moment wieder beruhigen. Es habe einige Blitzeinschläge in Gebäude auf dem und um das Flughafengelände herum gegeben, so Zöchling weiter. Passiert sei aber nichts, dank Blitzableitern und weil die meisten in den Boden eingeschlagen seien.

Gefahrenstufe «orange»

Zwischen sieben und neun Uhr früh seien auch die Bewohner von Bern und des Berner Umlands gut beraten, ihre Fenster geschlossen zu halten, informiert die App «Wetter-Alarm». Hier seien Gewitter mit Hagelgefahr und Sturmböen im Anzug.

Nach 8 Uhr warnte der Wetterdienst in den Kantonen Aargau, Nidwalden, Obwalden, Zürich, Basellandschaft und Solothurn vor Unwettern der Stufe «orange», was erhebliche Gefahr bedeutet.


Public-Viewing-Wetter?

Mit etwas Glück verläuft der Nachmittag bei einem Mix aus Wolken und sonnigen Abschnitten vielfach trocken mit einem eher kleinen Regenrisiko, teilt Meteonews mit. In den Alpen und im Süden bleibe es zunächst noch mehrheitlich trocken, ab der Mittagszeit steige hier jedoch die Schauer- und
Gewitterneigung kontinuierlich an. Das Regenrisiko am Nachmittag sei somit also deutlich erhöht.

Petrus zeigt sich somit zumindest im Flachland der Alpennordseite mehrheitlich solidarisch mit der Schweizer
Nati, einzelne Gewitter sind aber nicht ausgeschlossen.

Blitz in Seilbahn-Station


Video: Meteonews

Hagel, Starkregen und Blitzeinschläge haben seit Montagabend zu etlichen Feuerwehr-Einsätzen im Kanton Bern geführt. Bei der Polizei gingen rund 40 Meldungen ein, wie eine Sprecherin am Dienstagmorgen auf Anfrage sagte.

Zumeist musste Wasser aus Kellern gepumpt werden. In Frutigen schlug der Blitz am Montagabend in eine Seilbahn-Station ein, in Interlaken in ein Wohnhaus. Verletzt wurde niemand.

Auch im Wallis wurden grosse Niederschlagsmengen registriert.

Erste Gewitter erreichen das Berner Oberland

Hagelschauer zogen auch in Thun und Interlaken, sowie im Schwarzburgerland vorüber.


Hagelgewitter in Thun. (Video: Leserreporter)


Auch in Neuenegg BE ist ein Hagelgewitter vorübergezogen. (Video: Leserreporter)



Hagelgewitter im Schwarzenburgerland. (Video: Leserreporter)

Auf Twitter wurde zudem vor Sturzfluten gewarnt.


Auch die Region Freiburg wurde vom Unwetter getroffen, wie Leserbilder zeigen.


Hagel, Blitz und Donner in Ueberstorf FR. (Video: Leserreporter)

(jdr/scl/sda)