Belpmoos

30. Juli 2014 16:02; Akt: 30.07.2014 16:04 Print

SkyWork bekommt unbefristete Bewilligung

Die Berner Fluggesellschaft SkyWork erhält vom Bundesamt für Zivilluftfahrteine unbefristete Betriebsbewilligung. Laut Bazl sind die Voraussetzungen nun gegeben.

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Besucher beobachten das Geschehen auf dem Flughafen von der Aussichtsplattform während ein Flugzeug der Skywork Airlines zum Start rollt. (Keystone/Peter Klaunzer)

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So werde die Berner Regionalfluggesellschaft SkyWork Airlines nach einem Wechsel der Führungsspitze und einer Anpassung des Geschäftsmodells weiterhin ab dem Flughafen Bern-Belp fliegen. Frühere Pläne, den ganzen Betrieb nach Deutschland auszulagern, seien damit hinfällig geworden, teilte das Bazl am Mittwoch mit.

Die Bundesbehörden hatten zunächst im Januar nur eine befristete Betriebsbewilligung bis zum Ende des Sommerflugplans im Oktober erteilt. Damit erhielt die neue Führung Zeit, die Restrukturierung abzuschliessen. Nach einer «eingehenden Prüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit» von SkyWork Airlines AG hat das Bazl nun entschieden, der Fluggesellschaft wieder eine unbefristete Betriebsbewilligung zu erteilen.

Ursprünglich wollte Skywork neu unter deutscher Lizenz weiterfliegen. Die Fluggesellschaft plante, den Betrieb und die Flotte an ihren deutschen Partner MHS Aviation zu übertragen, nahm aber von diesen Plänen wieder Abstand.

Berner Unternehmen übernehmen Aktienmehrheit

Seit anfangs Juli liegt die Aktienmehrheit von SkyWork bei einer Gruppe von Unternehmern und Firmen aus dem Grossraum Bern, wie Skywork ebenfalls am Mittwoch mitteilte. Um welche Unternehmen es sich dabei handelt, wurde nicht bekanntgegeben.

Von der Veröffentlichung der Beteiligungsverhältnisse sehe man ab, da es sich bei der SkyWork AG um eine nicht börsenkotierte Gesellschaft handle, heisst es in der Mitteilung. Mit dieser regionalen Lösung stärke die Airline ihre Identifikation mit der Region und sorge für eine nachhaltige Zukunft. Die Berner Fluggesellschaft wird seit anfangs Juli von Martin Inäbnit geleitet, dem vormaligen Vizepräsidenten des Verwaltungsrates. Der frühere CEO Rolf Hartleb gab die Führung aus Altersgründen und wegen der grossen Arbeitsbelastung ab, blieb aber als Accountable Manager im Unternehmen.

Skywork war seit längerem auf Investorensuche. Noch 2013 hatte die Airline trotz Sparprogramm ein Defizit von knapp 12 Millionen Franken eingeflogen. In den Vorjahren waren die Fehlbeträge mit rund 28 Millionen mehr als doppelt so hoch.

(sda)