Anklage wegen Doppelmord

12. Februar 2020 16:59; Akt: 12.02.2020 16:59 Print

Sohn erschlug Eltern mit einer Kurzhantel

Ein Berner ist wegen dem brutalen Mord an seinen Eltern angeklagt. Er wird sich vor Gericht in Biel zu verantworten haben. Die Tat ereignete sich Ende 2017 in Suberg BE.

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Der Suberger Mordprozess beginnt am 23. März vor dem Regionalgericht in Biel. Das geht aus einem Dokument auf der Website des Gerichts hervor. Der junge Schweizer F.G.* (27) ist wegen Mordes an seinen Eltern angeklagt. Das Kollegialgericht wird in Fünferbesetzung tagen. Dreieinhalb Verhandlungstage sind vorgesehen.

Die Tragödie von Suberg im Berner Seeland versetzte im November 2017 ganze Dorf in einen Schock-Zustand: Ein Ehepaar wurden tot in ihrem Einfamilienhaus aufgefunden. Die beiden starben «an den Auswirkungen massiver stumpfer Gewalteinwirkung», wie Staatsanwaltschaft und Berner Kantonspolizei damals mitteilte.

Täter gab sich vorerst nicht zu erkennen

«Den Opfern wurde je mindestens 15 Mal mit einer Kurzhantel gegen den Kopf geschlagen, weshalb die beiden massive Schädeltraumate erlitten», sagte Christoph Scheurer, Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, damals zu 20 Minuten. Einen Tag nach dem Tötungsdelikt wurde F.G.*, der Sohn des Ehepaares, verhaftet. Nach der Tat verliess der Sohn das Elternhaus in Suberg, um später in der Nacht zurückzukehren und selbst die Polizei zu alarmieren. Er gab sich aber nicht als Täter zu erkennen. Erst in Untersuchungshaft gestand er die Tat. Die Anklage lautet auf zweifachen Mord, eventuell vorsätzliche Tötung.

* Name der Redaktion bekannt

(rc)