«Happy End plus»

17. Oktober 2019 04:51; Akt: 17.10.2019 08:02 Print

Spächtlis Mutter soll vor Metzger bewahrt werden

Spächtli wurde nach ihrer beispiellosen Odyssee in den Wäldern rund um Worb BE zum Gandenhof Gut Aiderbichl gebracht. Nun will die Stiftung auch Spächtlis Mutter vor dem Tod bewahren.

Kuh Spächtli hat sich gut auf dem Gnadenhof eingelebt. (Video: Pascale Pineroli).
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Die berühmt berüchtigte Kuh Spächtli ist nun seit knapp einem halben Jahr auf dem Gnadenhof der Stiftung Gut Aiderbichl in Deutschland. «Spächtli geht es sehr gut hier, sie ist sehr glücklich», erzählt Pascale Pineroli von der Stiftung Gut Aiderbichl. Es sei kein Vergleich mehr zu den Zeiten, als sie noch in der Wildnis herumirrte.

Was Spächtlis Happy End Story noch vervollständigen würde, wäre ihre Mutter Olga. Diese ist mittlerweile zehn Jahre alt und lebt immer noch in Thun, wo die nun dreieinhalb-jährige Kuh Spächtli auch geboren und aufgewachsen ist. «Nächsten Frühling soll sie geschlachtet werden», so Pineroli. «Wir wollen das aber verhindern und Spächtlis Mutter jetzt retten.» Für die Rettungsaktionen sei die Stiftung auf Spenden angewiesen, um das Tier zu kaufen und auf den Gnadenhof zu bringen. «Spächtli würde sich extrem freuen, ihre Mutter wiederzusehen», ist Pineroli sicher, «das wäre ein Happy End plus.» Genauso wie bei den Menschen, sei die Familie auch für die Kühe wichtig.

Spächtli

«Sie hat einen starken Charakter»

Spächtli büxte Ende März aus ihrem Hof aus und trieb sich rund einen Monat in den Wäldern rund um Worb herum, bevor sie endlich eingefangen werden konnte und auf den Gnadenhof gebracht wurde. «Man sieht erst jetzt, was für eine schöne Kuh sie ist», schwärmt Pineroli. «Sie hat glänzendes Fell und strahlende Augen.»

Auf dem Gnadenhof, wo Spächtli bis an ihr Lebensende bleiben wird, habe sie sich in den letzten Monaten gut eingelebt. Ihre Herde bestehe aus 60 weiteren Rindern und sie sei eine der kleinsten aber flinkesten unter ihnen. «Sie hat einen starken Charakter, das hat sie auch auf ihrer unglaublichen Flucht bewiesen.» Das Vertrauen zum Tier aufzubauen, sei zu Beginn schwer gewesen: «Sie hat den Menschen nicht von Anfang an vertraut, es hat Zeit gebraucht, bis ich sie das erste Mal streicheln durfte,» erzählt Pineroli. Mittlerweile vertraue sie Menschen wieder. Pineroli ist sich sicher: «Sobald Spächtlis Mutter bei ihr wäre, würde sie komplett aufblühen.»


So glücklich ist Spächtli mit ihren neuen Freunden (Video: Pascale Pineroli).

(km)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • E.H am 17.10.2019 06:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schpächtli mutter

    Oooo das ist sehr schön das es schpächtli gut geht erfreulich hoffendlich kommt die mutter auch bravo

  • hpzlangnau am 17.10.2019 08:30 Report Diesen Beitrag melden

    Schlachthof

    Es ist ja schön, dass diese Tiere dank einer Stiftung weiterleben. Was ist mit den Kühen, Rinder und Schweine die täglich geschlachtet werden? Hoffentlich stammen alle aus einer tiergerechten Haltung. Auch die Tiere des Importfleisches.

  • Der SeheR am 17.10.2019 08:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tierelend

    Natürlich, in Anbetracht der Tatsache dass in der Schweiz pro Jahr 66 Millionen Tiere, also 270'000 Tiere pro Tag, geschlachtet werden, ist das ein Tropfen auf denn heissen Stein. Aber dennoch ein schönes Zeichen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • BigBen am 17.10.2019 13:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auf die Tränendrüsen drücken.

    Warum immet Spenden, entweder rechnet sich Gut Aiderbichel mit den Eintritten und Erlösen aus den Überteuerten Souvenier verkauf oder soll schliessen!

  • COEUR am 17.10.2019 11:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    WÜNSCHE

    Hätte ich drei WÜNSCHE frei. .einer davon wäre mit aller GARANTIE dass keine Tiere mehr zum Verzehr mehr gezüchtet wird und kein Tier mehr hingerichtet wird. Die Menschen wären auch gesünder OHNE Antibiotika-FLEISCH.

  • Norman am 17.10.2019 09:46 Report Diesen Beitrag melden

    sonst noch Sorgen?

    Somit ist das Gut Aiderbichel vollends gestorben für mich. Wenn die ihr Geld so ausgeben.... Haben sie das Gefühl, Spächteli kennt ihre Mutter? Wollen sie alle Tiere vor dem Metzger bewahren? Wer sorgt dann dafür, dass Alpweiden sauber abgegrast werden ( = Lawinenschutz) Wer soll das Gras auf den Weiden fressen ( = brauchts in der Fruchtfolge) Die Tiere fressen lassen bis sie selbst sterben? Von jeglicher Realität entfremdetes Gut!

  • Bauernsohn am 17.10.2019 09:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Edler Bauer

    Eine schöne Kuh. Danke dem Bauer, der ihr die Hörner nicbt abgesagt hat.

  • Der SeheR am 17.10.2019 08:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tierelend

    Natürlich, in Anbetracht der Tatsache dass in der Schweiz pro Jahr 66 Millionen Tiere, also 270'000 Tiere pro Tag, geschlachtet werden, ist das ein Tropfen auf denn heissen Stein. Aber dennoch ein schönes Zeichen.