Künstlerischer Gastro-Event

12. September 2018 05:44; Akt: 12.09.2018 05:44 Print

Michelin-Köche zaubern auf 17 Stockwerken

von Benjamin Hostettler - Steinbeisser nennt sich ein Event aus Gastronomie, Architektur, Design und Kultur, der in einem Berner Hochhaus stattfindet. Sogar das Besteck wird selbst hergestellt.

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Am 20. und 21. Oktober gastiert Steinbeisser zum ersten Mal in Bern, genauer gesagt im einstigen PTT-Hochhaus. Auf 17 Stockwerken findet der Event statt. Die beiden Sterneköche Fabian Raffeiner (rechts) und Simon Apothéloz (links) werden für die Gäste ein exklusives Erlebnis in Form eines 6-Gänge Menus zubereiten. Initiant des Projekts ist Martin Kullik. Kullik und sein Team wollen ihren Gästen ein vielschichtiges Abenteuer bieten: «Kunst, Gastronomie, Architektur, Design, Kultur, was auch immer. Wir lieben es die Grenzen auszuloten und damit zu spielen.» Steinbeisser solle mehr Bewusstsein schaffen und eine Auseinandersetzung anregen, so Kullik. Steinbeisser zelebriert die Vermischung von Kunst, Essen und Design, wie hier an einem Event in Amsterdam. Er fasziniert durch prächtige Farben... ...schön drapierte kleine Portionen... ...extravagantes Besteck... ...baumzweig-ähnliche Gabeln... ...oder Löffel in Kaktusform. «Experimentelle Gastronomie», nennt es Initiant Kullik. An den kulinarischen Events können Gäste die veganen Leckereien in selbst hergestelltem Besteck und Geschirr degustieren. Kullik ist überzeugt, dass dieser Punkt unterschätzt wird: «Essinstrumente sind ebenfalls Teil unserer Kultur und haben einen grossen Einfluss auf unser Verhalten und unsere Gewohnheiten. Warum essen wir so, wie wir es tun, und geht es auch anders? Die Essinstrumente sind äusserst unkonventionell. Steinbeisser veranstaltete solche Events bereits in San Francisco... ...Amsterdam, Zürich oder Basel. Das Unternehmen Steinbeisser wurde 2009 gegründet 2012 wurde die Eventreihe «Experimentelle Gastronomie» lanciert. Die Besucher in Bern können sich auf eine Mischung von Kunst und Gastronomie freuen. Auf die Gäste wartet im ehemaligen PTT-Hochhaus Haute Cuisine. Löffel aus einer vergangenen Veranstaltung. Pro Person zahlen Gäste in Bern 275 Schweizer Franken. Tickets können auf der Website von Steinbeisser gekauft werden.

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Die Erfolgsgeschichte von Steinbeisser ist eindrücklich: 2009 gegründet, entschieden sich Martin Kullik und Jouw Wijnsma, die Eventreihe «Experimentelle Gastronomie» zu lancieren. Nach San Francisco, Amsterdam, Frankfurt, Berlin, Zürich und Basel kommt der Anlass nun auch nach Bern.

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Am 20. und 21. Oktober gastiert Steinbeisser im einstigen PTT-Hochhaus. Die beiden Berner Sterneköche Fabian Raffeiner und Simon Apothéloz werden für die Gäste ein exklusives Erlebnis in Form eines 6-Gänge Menus zubereiten.

Initiant Martin Kullik und das Steinbeisser-Team wollen ihren Gästen ein vielschichtiges Abenteuer bieten: «Kunst, Gastronomie, Architektur, Design, Kultur, was auch immer. Wir lieben es, die Grenzen auszuloten und damit zu spielen.» Steinbeisser solle mehr Bewusstsein schaffen und eine Auseinandersetzung anregen.

Essen oder Kunst?

Das Konzept zelebriert die Vermischung von Kunst, Essen und Design. Das fällt bei den Bildern früherer Ausgaben auf: Sie glänzen durch prächtige Farben, schön drapierte kleine Portionen, extravagantes Besteck, Löffel in Übergrösse, aquarium-ähnliche Trinkgläser, Löffel in Kaktusform, baumzweig-ähnliche Gabeln oder Essen auf einem Schneidbrett – «experimentelle Gastronomie», wie es Kullik nennt.

An den kulinarischen Events können Gäste die veganen Leckereien in selbst hergestelltem Besteck und Geschirr degustieren. Kullik ist überzeugt, dass dieser Punkt unterschätzt wird: «Essinstrumente sind ebenfalls Teil unserer Kultur und haben einen grossen Einfluss auf unser Verhalten und unsere Gewohnheiten. Warum essen wir so, wie wir es tun, und geht es auch anders?»

Für den Anlass in Bern entwickeln zehn Künstler neue Arten von Besteck und Geschirr, die mit allen Konventionen brechen sollen. Die Stücke würden aus Materialien wie Ton, Glas, Papiermaché, Porzellan und Holz individuell hergestellt, «um das kulinarische Erlebnis auf unerwartete Weise zu bereichern», schreibt Steinbeisser.

«Edel ist eine Frage der Perspektive»

Als Location in Bern hat sich Steinbeisser das alte PTT-Hochhaus nahe Ostermundigen ausgesucht, welches sie als «Brutalismus-Hochhaus» bezeichnen. Alt, grau, trist – passt das zum edlen Hochglanzevent? «Edel ist eine Frage der Perspektive», erklärt Kullik.

Den Gästen kann er ein einmaliges Abenteuer garantieren: «Der Anlass wird ein über 17 Stockwerke verteiltes multisensorisches Erlebnis, das es nur einmal geben wird.» Tickets können auf der Website von Steinbeisser gekauft werden. Kosten pro Abend: 275 Schweizer Franken.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sommersby am 12.09.2018 08:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genial

    Super super cool. Ich liebe es über den Tellerrand zu schauen... leider verstehen das nicht allzu viele Menschen. Lebt eure Ideen und Phantasien aus. Kreativ ist jeder und verstehen muss es nur der Künstler, denn ihn macht es glücklich.

  • nizu am 12.09.2018 06:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Veganer

    Jugendliche hatten eine Diskussion betreffed Veganer! Sie stellten fest, dass es gar keine Veganer geben kann,denn die sterben vorher! Ein Veganer darf kein Wasser trinken, denn dies brauchen die Tiere zum Leben! In diesem Sinne, es ist eine Modeerscheinung und kann zu Mangelernährung führen. Die Pillen, die dann geschluckt werden müssen, überlegt zuerst, womit sie gemacht wurden und wie Lebensmittel, welche nicht in der Schweiz angebaut werden können, wohl zu uns in die Schweiz kommen. Lebt normal, wie unsere Vorfahren:ernährt euch nach den Jahreszeiten und weniger ist mehr.

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  • Tell's Lady am 12.09.2018 06:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dekadenter Unfug

    Ich liebe gutes Essen, aber das ist ein dekadenter Unfug. Ich hoffe, dass die Veranstalter die Hälfte ihres Gewinns dem Roten Kreuz für hungernde Kinder spenden.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Pink Lady am 12.09.2018 08:43 Report Diesen Beitrag melden

    Tolles Experiment

    Super Idee! Und einzigartige Kombination. Es lohnt sich, darüber nachzudenken, wie wir essen. Ein Mittagessen für 12 Franken, ist da schon eher fragwürdig.

  • Sommersby am 12.09.2018 08:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genial

    Super super cool. Ich liebe es über den Tellerrand zu schauen... leider verstehen das nicht allzu viele Menschen. Lebt eure Ideen und Phantasien aus. Kreativ ist jeder und verstehen muss es nur der Künstler, denn ihn macht es glücklich.

  • Tell's Lady am 12.09.2018 06:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dekadenter Unfug

    Ich liebe gutes Essen, aber das ist ein dekadenter Unfug. Ich hoffe, dass die Veranstalter die Hälfte ihres Gewinns dem Roten Kreuz für hungernde Kinder spenden.

    • Bruno Stettler am 12.09.2018 07:16 Report Diesen Beitrag melden

      @Tell's Lady

      Ich hoffe dass Du die Hälfte deines Lohnes auch dem Roten Kreuz für hungernde Kinder spendest.

    • Tell's Lady am 12.09.2018 07:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bruno Stettler

      Nein. Ich spende es den AA!

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  • nizu am 12.09.2018 06:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Veganer

    Jugendliche hatten eine Diskussion betreffed Veganer! Sie stellten fest, dass es gar keine Veganer geben kann,denn die sterben vorher! Ein Veganer darf kein Wasser trinken, denn dies brauchen die Tiere zum Leben! In diesem Sinne, es ist eine Modeerscheinung und kann zu Mangelernährung führen. Die Pillen, die dann geschluckt werden müssen, überlegt zuerst, womit sie gemacht wurden und wie Lebensmittel, welche nicht in der Schweiz angebaut werden können, wohl zu uns in die Schweiz kommen. Lebt normal, wie unsere Vorfahren:ernährt euch nach den Jahreszeiten und weniger ist mehr.

    • arwhite am 12.09.2018 08:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @nizu

      Genau, was für eine logik statt es selbst zu trinken gibt man es den tieren dass wie beim rind mit 15000 liter pro kg verschwendet wird und 3% der gefütterten nahrung in kcal als ergebniss auf dem teller landet. Ja so ineffizient und ressourcen verschwenderisch ist fleisch essen. Verdursten würden wir höchstens durch die massentierhaltung, wenn sich keiner gedanken macht und weiterhin gewissenlos mampft. Fleischfresser haben bezüglich ihres konsum eine kognitive dissonanz wie man hier sieht. Sie wissen dass es falsch ist, wollens nicht wahr habenund packen dann widersprüchliche argumente aus.

    • arwhite am 12.09.2018 09:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @nizu

      Übrigens, b12 mangel entsteht durch fehlende enzyme auf grund einer gestörten darmflora durch fäulnisprozesse tierprodukte. Selber mein leben lang fast jeden tag bis vor 2 jahren fleisch konsumiert und trotzdem gefährlich tiefen b12 gehabt. Sollte ja mit fleischkonsum behoben werden. Was denkst woher die kräftigsten tiere wie gorilla, elefanten usw. (pflanzenfresser wie wir) ihre vitamine und mineralien erhalten? Es gibt ein viel an pflanzen die deutlich mehr an b12 enthalten als rindfleisch oder auch leber. In der schulmedizin werden pharma und nahrung..industrie beteiligt. Selber informi....

    • Ronja am 12.09.2018 13:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @nizu

      wenn wir tiere artgerecht halten würden und sie wie lebewesen mit gefühlen behandeln würden, gäbe es keine veganer!!! es ist eine frage der ethik. was wir heute mit den tieren machen ist unmoralisch und elendig.

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  • HErr Max Bünzlig Lehrer am 12.09.2018 06:12 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    Sogar das Besteck wird selbst hergestellt aber das Essen ist vom Lidel und Aldi

    • PeteZahad am 12.09.2018 08:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @HErr Max Bünzlig Lehrer

      Einfach Mal drauflos behaupten! Wenn Sie schon Mal in der Eisblume oder im Meridiano gewesen wären, wüssten Sie dass dies nicht stimmt. Beide verwenden regionale Produkte.

    • Jacqueline Affolter am 12.09.2018 08:53 Report Diesen Beitrag melden

      lebensmittelproduzentin

      Auch Lidel und Aldi verkauft Lebensmittel von Schweizerbauern! Diese sind sogar zufrieden mit diesen Abnehmer.

    • Bünzli 2 am 12.09.2018 10:45 Report Diesen Beitrag melden

      Übrigens

      Lokal und demeter (wenn Sie wissen was das ist) sind übrigens auch Teil des Konzepts sowie die Arbeit mit lokalen Bauern und Produzenten.

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