04. April 2005 16:02; Akt: 04.04.2005 16:02 Print

Strafuntersuchung gegen Geschäftsführer eines bernischen Pflegeheims

Gegen den Geschäftsführer des Oberaargauischen Pflegeheims Wiedlisbach (OPW) ist eine Strafuntersuchung eingeleitet worden.

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Dies bestätigte Regierungsstatthalter Martin Lerch, Informationsverantwortlicher von Direktion und Verwaltungsrat des OPW, auf Anfrage. Das Arbeitsverhältnis mit ihm wurde per sofort aufgelöst.

Direktion und Verwaltungsrat des OPW gaben am Montag in Wiedlisbach (BE) bekannt, dass das Arbeitsverhältnis mit dem Geschäftsführer des Pflegeheims sofort per 1. April 2005 im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst worden sei. Grund dafür seien Feststellungen im Zusammenhang mit der Rechnungsrevision, heisst es in der Mitteilung. Regierungsstatthalter Lerch bestätigte auf Anfrage als Informationsverantwortlicher und Vizepräsident der Direktion des Pflegeheims dazu, dass gegen den Geschäftsführer eine strafrechtliche Untersuchung wegen allfälliger Vermögensdelikte eingeleitet worden sei. Zur Höhe eines allenfalls entstandenen Schadens machte er jedoch keine Angaben und verwies auf die laufende Untersuchung sowie auf die Unschuldsvermutung, die für jeden bis zum Vorliegen eines rechtsgültigen Urteils gelte. In der Mitteilung wurde darauf hingewiesen, dass weitere Informationen erst nach dem Vorliegen der Ergebnisse der eingeleiteten Untersuchung erfolgen könnten.

Der operative Betrieb und die Führung des Pflegeheims seien sichergestellt; als interimistische Geschäftsführerin wurde die Leiterin Pflege und Betreuung eingesetzt. Im OPW sind laut Regierungsstatthalter Lerch gegenwärtig Reformen bezüglich Strukturen und Neuausrichtung im Gang. An diesen werde festgehalten, doch könnte es allenfalls zu Verzögerungen kommen. Der Zeitplan für die Reformschritte müssten nun genau überprüft werden.

(ap)