14. April 2005 04:36; Akt: 14.04.2005 04:08 Print

Streit um tiefe Autonummern: Täxeler wollen bis vor Gericht

Mit Händen und Füssen wollen sich die Taxifahrer gegen die Versteigerung ihrer tiefen Autonummern wehren – notfalls vor dem Richter.

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«Wir kämpfen um unsere Autoschilder», sagt Peter Baumann vom Verein Bärner Taxi. «Die dreistelligen Nummern sind wichtig für unser Image.» Der Kanton Bern will die Schilder einziehen und dann versteigern «Die wollen auf unsere Kosten Geld machen», sagt Baumann.

Der Schlachtplan der Taxifahrer besteht aus drei Phasen. In einem ersten Schritt wollen die Täxeler die neue Regelung verhindern. «Das Gesetz ist noch nicht beschlossen – wir versuchen, es noch abzuändern», sagt Baumann. Er will dafür den grossen Nutzfahrzeugverband-Verband Astag für das Anliegen gewinnen.

«Sollte das scheitern, werden wir vor Gericht gehen», sagt Baumann. Der Kanton dürfe die Schilder nämlich gar nicht wegnehmen, um damit Geld zu machen: Das stehe im Bundesgesetz.

Wenn auch der Richter gegen die Täxeler entscheiden sollte, wollen sie zum letzten Protestmittel greifen: «Wir werden einen kollektiven Brief schreiben», sagt Baumann. Dann sollten die Polizisten selber die Nummernschilder abschrauben kommen. Baumann: «Oder dann sollen sie mir einen Stundenlohn von 90 Franken zahlen.»

Andrea Abbühl