Uni Freiburg

08. Januar 2020 12:15; Akt: 08.01.2020 14:12 Print

Homophobe Dozentin darf nicht mehr unterrichten

An der Universität Freiburg soll eine lehrende Theologin homo- und transphobe Aussagen gemacht haben. Die Dozentin darf nun nicht mehr unterrichten.

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Die Theologie-Dozentin, die in einer Vorlesung zur Sexualethik im Katholizismus Homosexuelle als krank bezeichnet haben soll, darf nicht mehr an der Universität Freiburg dozieren. Gegenüber den «Freiburger Nachrichten», sagte Mariano Delgado, Dekan der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg, die Frau werde nicht mehr engagiert. Im September 2019 hatte die Studierendenzeitung «Spectrum» den Skandal um die homophobe Dozentin ans Licht gebracht. Umgehend kam es vor der Aula Magna zu einer Demonstration mit über 100 Teilnehmenden. «Es kommen immer mehr Menschen», sagte eine anwesende Studentin. Über 150 Demonstranten haben sich vor der Aula Magna versammelt, um eine Antwort von der Theologischen Fakultät zu fordern. Eine Demonstrantin mit einem Plakat. «Wie viele ECTS ist Homophobie wert?» Auch Professoren der Universität nahmen an der Demonstration teil, um der Diskriminierung ein Ende zu setzen und den Betroffenen gegenüber Solidarität auszudrücken. Mit selbst gebastelten Plakaten standen die Studenten vor der Aula. Die Co-Chefredaktorin der Uni-Zeitung «Spectrum», Kaziwa Raim, richtete sich ebenfalls an die Studierenden. Die Studenten zeigten sich empört und forderten die Entlassung der betreffenden Dozentin. Sie wollen der Diskriminierung ein Ende setzen und den Betroffenen gegenüber Solidarität ausdrücken. Zwei Theologie-Professoren traten vor die Studenten und verurteilen die Homophobie. Die Demonstration dauerte bis in den Abend Die betreffende Vorlesung wurde Ende September eingestellt. Inzwischen hat man Nägel mit Köpfen gemacht: «Wir haben mit allen sechs Studierenden, die den Kurs besucht haben, gesprochen», so Dekan Delgado. Es sei nun beschlossen worden, das Thema der christlichen Sexualethik künftig anders zu unterrichten. Ab dem kommenden Semester wird ein anderer Dozent einen Kurs zum Thema anbieten.

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Die Theologie-Dozentin, die in einer Vorlesung über Sexual-Ethik im Katholizismus Homosexuelle als krank bezeichnet haben soll, darf nicht mehr an der Universität Freiburg dozieren. Gegenüber den «Freiburger Nachrichten» sagte Mariano Delgado, Dekan der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg, es sei beschlossen worden, die Frau für keine weiteren Kurse zu engagieren.

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«Homophobie ist nicht akzeptabel»

Im September 2019 hatte die Studierendenzeitung «Spectrum», den Fall der Dozentin ans Licht gebracht. Umgehend kam es vor der Aula Magna an der Uni Freiburg zu einer Demonstration mit über 100 Teilnehmenden.

Studenten, aber auch Lehrpersonen demonstrierten, um der Diskriminierung ein Ende zu setzen und den Betroffenen gegenüber ihre Solidarität auszudrücken. «Die Homophobie ist nicht akzeptabel», sagte ein Theologie-Professor vor den demonstrierenden Studenten.


Die Demonstration der Studenten vor der Universität Freiburg am 8. Oktober 2019.

Lehrperson ist nicht mehr engagiert

Auch wurden schon da erste Massnahmen getroffen: Die betreffende Vorlesung wurde Ende September eingestellt. Inzwischen hat man Nägel mit Köpfen gemacht: «Wir haben mit allen sechs Studierenden, die den Kurs 2017 besuchten, gesprochen», so Dekan Delgado. Es sei nun beschlossen worden, das Thema der christlichen Sexualethik künftig anders zu unterrichten. Ab dem kommenden Semester wird ein anderer Dozent einen Kurs zur Thematik anbieten.

(km)