Pyro-Exzesse

07. November 2011 22:16; Akt: 07.11.2011 22:23 Print

Thuner Balljungen in Gefahr

Ein Balljunge hatte am Samstag in Thun grosses Glück. Eine Pyro-Fackel aus dem Luzerner Sektor verfehlte den Zwölfjährigen nur knapp.

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Bei Thun – Luzern «brannte» es im Gästesektor lichterloh. (Leser-Reporter)

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Nachdem in Rom eine FCZ-Petarde einen Fan drei Finger gekostet hatte, wäre es am Samstag auch in Thun fast zu einem blutigen Zwischenfall gekommen. Kurz vor dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit fiel eine Fackel aus den Luzerner Fan­reihen zu Boden – dahin, wo die Balljungen des FC Allmendingen im Einsatz waren. «Der Feuerwerkskörper verfehlte einen Jungen nur um ein, zwei Meter», weiss Christian Schneider, Präsident des FC Allmendingen. Dann habe der Sicherheitsdienst die Buben vom Gästesektor abgezogen.

Schneider, dessen Sohn am Samstag ebenfalls im Einsatz stand, ist vor allem empört darüber, wie leicht es Pyro-Sünder haben. «Es wird zu wenig dagegen unternommen. Das zeigt sich daran, dass wieder so viele Pyros reingeschmuggelt werden konnten.» Jetzt müsse man schauen, ob und unter welchen Umständen man die Junioren hier noch einsetzen wolle.